{"id":984,"date":"2010-07-01T21:30:40","date_gmt":"2010-07-01T19:30:40","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=984"},"modified":"2010-07-06T18:42:11","modified_gmt":"2010-07-06T16:42:11","slug":"japanische-verkaufsstrategien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=984","title":{"rendered":"Japanische Verkaufsstrategien"},"content":{"rendered":"<p>Der heutige Tag stand nur unter einem Motto: der Best\u00e4tigung des gestrigen Tages. Der Tag fing schon gut an. Man sollte meinen, dass Autos warten, bevor sie auf einen Parkplatz auf der anderen Stra\u00dfenseite fahren, bis der ankommende Verkehr sie rein l\u00e4sst oder die Stra\u00dfe frei ist. Aber nicht in Japan! Mit einer absoluten Gefahrenbremsung, konnte ich das Schlimmste noch verhindern. Diese Fahrweise ist aber auch schrecklich. Selbst bei Zebrastreifen wartet niemand, sondern man versucht es irgendwie noch zu schaffen. Egal, irgendwie habe ich es dann doch noch zur Uni geschafft und meine Stunden rumgebracht. Im Anschluss ging es zur Group Mori, eine Kleinigkeit essen. Gut, ich hatte eigentlich gesagt, ich bin Vegetarier und trotzdem lagen zwei geschmierte Brote mit jeweils 50 Prozent Ei und f\u00fcnfzig Prozent Thunfisch bei mir auf dem Teller. Zum Gl\u00fcck war Mohammed anwesend und wurde zum Essen der Thunfischteile verdonnert. Nach dem zweiten Teil hat er dann aber doch Protest angemeldet.<\/p>\n<p>Also eh mir weiteres Essen angepriesen wird, ging es doch lieber schnell zur Fakult\u00e4t. Wie ich schon gestern feststellte, Shimizu ist einfach der Beste aus der ganzen Truppe. Er zeigte mir Bilder von einem Auftritt vorgestern. Da war er l\u00e4nger f\u00fcr eine seiner Musikaufnahmen im B\u00fcro geblieben, bis durch Zufall eine andere Studentin das B\u00fcro betrat. Diese hatte die perfekte Stimme f\u00fcr sein Projekt, also schleifte er sie in die Arkaden, wo die Akustik nach Gesch\u00e4ftsschluss viel besser ist und machte dort einen Liveauftritt. Die Studentin wurde dabei einfach \u00fcberzeugt, zu singen. Den ganzen Auftritt hat er mitgeschnitten und uns heute vorgestellt. Die arme Studentin kann einem richtig leid tun. Aber wer ihn kennt wei\u00df, dass man keine Wahl hat, wenn er erst einmal eine Idee hat. Ich bin ja mal gespannt, was passiert, wenn er wirklich noch ein paar Queen-Lieder drauf hat, um mich zum Singen zu zwingen.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung stellte heute aber der Supermarkt dar. Schon \u00f6fter habe ich ja \u00fcber die Arbeitsweise des japanischen Personals geschrieben. Das heute hat aber sogar mich \u00fcberrascht. Was macht man, wenn man drei Kassen sieht, die gleich voll sind? Man nimmt meist die, die am n\u00e4chsten dran ist oder wo die Person so aussieht, als ob sie schnell fertig werden k\u00f6nnte. Genau nach diesem Prinzip hatte ich mir heute eine Kasse ausgesucht, als mir pl\u00f6tzlich ein Verk\u00e4ufer auf die Schultern tippte. Seine Kasse sei gerade frei geworden und ich m\u00f6ge doch bitte mit r\u00fcber kommen. Schon hatte er sich meine Eink\u00e4ufe geschnappt und begann, mich zu bedienen. Das an sich w\u00e4re vielleicht nicht so verwunderlich gewesen, wenn nicht die Dame an der anderen Kasse, wo ich gerade stand, auch nur noch bezahlen musste. Im Endeffekt habe ich so vielleicht drei\u00dfig Sekunden eingespart, der japanische Verk\u00e4ufer bestand aber darauf. Aber so muss man sich Service in Japan immer vorstellen. Man will es dem Kunden so angenehm wie m\u00f6glich machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der heutige Tag stand nur unter einem Motto: der Best\u00e4tigung des gestrigen Tages. Der Tag fing schon gut an. 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