{"id":90,"date":"2010-04-09T22:38:14","date_gmt":"2010-04-09T20:38:14","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=90"},"modified":"2011-02-21T08:03:50","modified_gmt":"2011-02-21T06:03:50","slug":"08042010-the-number-you-have-called-is-temporary-not-available","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=90","title":{"rendered":"The number you have called is temporary not available!"},"content":{"rendered":"<p>Mhh, wie war das gestern? Der Handykauf steht also heute an. Wird ja ziemlich einfach werden. O.k. Treffpunkt 16 Uhr am Bahnhof, noch kleineres Problem, aber was mache ich bis dahin? &#8211; So in etwa sahen meine heutigen Morgengedanken aus. <\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck schaffte Orsolya es schnell, mich abzulenken. Mit den neuen R\u00e4dern ging es gleich erst mal in die Stadt. Das sollte man sich nicht zu leicht vorstellen. Die Tatsache, dass wir uns wie immer leicht verfahren haben, ist beim Fahrradfahren in Japan eigentlich noch das geringste Problem. Japan ist ein Land der Regeln. Hier wird das Alltagsleben vermutlich noch viel st\u00e4rker reglementiert als in Deutschland. Eigentlich sollte man deshalb davon ausgehen, dass Fahrr\u00e4der eine sichere Fortbewegungsart sind. Dabei hat man dann aber nicht mit den Japanern gerechnet. Die Tatsache, dass es hier Linksverkehr gibt, stellt f\u00fcr den gemeinen Europ\u00e4er schon mal die erste gro\u00dfe Herausforderung dar. Oft passiert es, dass man auf der falschen Seite f\u00e4hrt und nur noch die wild fahrenden Taxis auf sich zukommen sieht. Oder man erlebt einen der wild gewordenen Busfahrer, die alles f\u00fcr die P\u00fcnktlichkeit tun. Aber zu unserer Beruhigung kennen offensichtlich die Japaner ihre Verkehrsregeln selber nicht. Wir haben durch Beobachtung versucht heraus zu bekommen, wie wir denn nun eigentlich fahren m\u00fcssen. Nur leider fahren die Japaner meist da, wo sie gerade sind. So kann es einem schon mal passieren, dass auf einer Stra\u00dfe links ein Japaner f\u00e4hrt und rechts ein anderer. Das n\u00e4chste Problem stellen dann die Ampeln dar. In Deutschland stehen die Fu\u00dfg\u00e4ngerampeln sch\u00f6n geordnet, im Sichtfeld des zu \u00fcberquerenden \u00dcberwegs. In Japan stehen sie schon gerne mal f\u00fcnf bis zehn Meter weiter in die Tiefe und die immer vorhandenen Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberwege weisen auf die M\u00f6glichkeit hin, die Stra\u00dfe einfach so zu \u00fcberqueren. Wie oft wir durch diesen Fakt schon bei Rot r\u00fcbergegangen und -gefahren sind und noch das laute Quietschen der Transporter geh\u00f6rt haben, will ich lieber gar nicht z\u00e4hlen.<br \/>\nHat man es trotz aller Widrigkeiten doch noch bis in die Stadt geschafft, kann man dann dort auch gleich schieben. Japaner nutzen ungern ihre Klingeln und fahren langsam hinter dem Fu\u00dfg\u00e4nger her. Gleichzeitig lassen sie sich gar nicht erst aus der Ruhe bringen und blockieren alles. Parken kann man eigentlich auch vergessen, dies sollte normalerweise in einer der 4 Fahrradtiefgaragen stattfinden. Als geiziger Student kann man nat\u00fcrlich auch nach einem Versteck suchen, aber so einen Platz zu finden, ist fast unm\u00f6glich. Die Leute schaffen es auf jeden Fall, einen Fahrradhaufen &#8211; wie vor dem Bahnhof in G\u00f6ttingen &#8211; zu verhindern. In diesem Zusammenhang bewie\u00df uns Amanda gestern eindrucksvoll, dass man aufpassen sollte. Obwohl nur ganz leichte D\u00e4mmerung war, wurde sie in Begleitung einer zweiten Person angehalten und die zweite Person bekam einen Strafzettel, wegen nicht funktionierenden Lichts. Amanda dagegen konnte sich gerade noch herausreden, warum sie ihre Alien Card und den Reisepass vergessen hatte.<\/p>\n<p>Nachdem wir sicher in der Stadt angekommen waren, ging es zum Shoppen. Ziel waren Anziehsachen, so dass wir endlich mal in die unbekannten Gefilde japanischer Modeh\u00e4user kamen. Das war ein ziemlich seltener Anblick. Sehr anstrengend ist erst mal die Tatsache, dass man, selbst wenn man nur an einem Laden vorbei geht, gleich begr\u00fc\u00dft wird. Normalerweise kein Problem, nach 10 Etagen kann das aber leicht nerven. Gleichzeitig haben wir uns die moderne Mode Japans angesehen. Japaner lieben dabei zwei Sachen: wilde Farben und ausl\u00e4ndische Schrift. Oftmals findet man an jeder Ecke deutsche oder franz\u00f6sische Schrift mit vielen Rechtschreibfehlern. Das ist der Beweis, dass sich in Deutschland niemand \u00fcber Kanjitattoos beschweren kann &#8211; andere L\u00e4nder k\u00f6nnen es auch nicht besser. Die wilden Farben zeigen sich besonders bei M\u00e4nnern. Soviel Neonpink, wie in der Kleidung verarbeitet wird, gibt es in Europa kaum in allen L\u00e4ndern zusammen. Aber auch die anderen Kleidungsst\u00fccke f\u00fcr M\u00e4nner sind nicht zu verachten: Schuhe mit Abs\u00e4tzen, Plateauschuhe und Cowboyh\u00fcte runden das Gesamtbild ab. Wenn der geneigte Leser nun davon ausgeht, dass dies ein besonderer Shop war, den muss ich entt\u00e4uschen. Es handelte sich um den verdammt edlen und teuren Parco-Einkaufspalast. Diese Art von Bekleidung kann man zu meinen Leidwesen auch auf der Stra\u00dfe vermehrt sehen und dabei handelt es sich noch nicht um die Subkulturen, wie Gothic Lolita. Man kann eindeutig sehen, dass es bei jungen und auch bei \u00e4lteren Japanern wild zur Sache geht, wenn sie sich ihrer Uniformen entledigen k\u00f6nnen.<br \/>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-90 gallery-columns-2 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2089.jpg'><img width=\"150\" height=\"112\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2089-150x112.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-97\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2089-150x112.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2089-200x150.jpg 200w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2089.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-97'>\n\t\t\t\tMein Fahrrad\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2099.jpg'><img width=\"150\" height=\"112\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2099-150x112.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-98\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2099-150x112.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2099-200x150.jpg 200w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2099.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-98'>\n\t\t\t\tJapanische Mode\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<br \/>\nUnser Trip war dann doch endlich erledigt und es ging weiter zum Handyshoppen. Nachdem wir ein &#8222;super&#8220; \u00fcbersetztes Verkaufsblatt durchgelesen hatten (z.B. 1. Seite Minimum Prix = 4000 Yen, 2. Seite Maximum Prix = 4000 Yen, das Ganze f\u00fcr den selben Vertrag) stellte sich heraus, dass die meisten von uns irgendwelche Unterlagen vergessen hatten und ihr Handy erst sp\u00e4ter besorgen k\u00f6nnen. Eine Farbe konnten wir uns wenigstens schon aussuchen. Es gab Neongr\u00fcn, -blau, -pink und die normalen Farben Wei\u00df, Schwarz und Rosa. Blau war ausverkauft, so wird es f\u00fcr mich vermutlich Schwarz werden. Immerhin, die Anleitung zur Bedienung, die das @home-Team geschrieben hat, habe ich schon mal. Ist ja wenigstens etwas!<\/p>\n<p>Immerhin zwei von zehn Personen haben heute ihr Handy bekommen und d\u00fcrfen im ersten Monat knapp 40 Euro Geb\u00fchr zahlen. Erst im zweiten Monat kann man auf einige der Zusatzdienste verzichten. Ein sehr teurer Spa\u00df, der aber immerhin eine Flatrate zu anderen Nutzern der Firma erlaubt. Daf\u00fcr habe ich mir, als Ausgleich f\u00fcr das noch nicht vorhandene Handy, ein DS-Kanjiprogramm geholt. Dieser sehr sinnvolle Tipp von Daniel hat sich als goldrichtig erwiesen und erlaubt es mir, eine Kanjidatenbank f\u00fcr weniger als die H\u00e4lfte des normalen Preises zu bekommen. Dies \u00e4ndert nichts daran, dass ich am Montag nochmal hingehen muss. Trotzdem ist der Laden sehr lustig. Er ist zwar nicht gerade billig, aber ansonsten typisch Japan. So standen extra Werber im Laden, die lautstark den ganzen Laden beschallten und einige Produkte des Ladens bewarben. Dadurch entwickelte sich ein sch\u00f6ner Spie\u00dfrutenlauf durch den Laden. Weiterhin konnte man gut beobachten, wie sich ein Verk\u00e4ufer vor und auch nach der \u00dcbergabe des Wechselgeldes seine H\u00e4nde desinfizierte. Wobei das Desinfizieren eh ein Thema f\u00fcr sich ist. Vor jedem Laden und selbst in unserem Haus stehen Desinfektionsmittel herum, damit die Leute, die das Geb\u00e4ude betreten, keine Krankheiten \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Irgendwie benutzten die Ausl\u00e4nder sie aber eh nie.<\/p>\n<p>So, morgen wird dann der Tag der Willkommenspartys. Mal schauen, wen ich noch so sehe. <\/p>\n<p>Ps.: Nicht schlecht staunte ich, als ich Steffen aus G\u00f6ttingen in einem Handbuch des @home-Teams sah. Er scheint hier ja sehr bekannt zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mhh, wie war das gestern? Der Handykauf steht also heute an. Wird ja ziemlich einfach werden. O.k. Treffpunkt 16 Uhr am Bahnhof, noch kleineres Problem, aber was mache ich bis dahin? &#8211; So in etwa sahen meine heutigen Morgengedanken aus. Zum Gl\u00fcck schaffte Orsolya es schnell, mich abzulenken. 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