{"id":796,"date":"2010-06-09T22:03:50","date_gmt":"2010-06-09T20:03:50","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=796"},"modified":"2010-07-06T18:45:04","modified_gmt":"2010-07-06T16:45:04","slug":"von-poetischen-ergussen-und-bebender-erde","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=796","title":{"rendered":"Von poetischen Erg\u00fcssen und bebender Erde"},"content":{"rendered":"<p>Es ist getan, Shimizu hat die Deutschstunde irgendwie unbeschadet \u00fcberstanden und das Gedicht wurde auch nicht zerrissen. Diese Tatsache konnte meine Nerven dann doch um einiges beruhigen. Im Endeffekt betont mein Professor aber immer wieder, dass ich mich mit den Japanern auf Deutsch unterhalten soll und nichts anderes ist ja dabei auch passiert. Nur meinen bescheidenen Vorschlag, dass Shimizu ja f\u00fcr mich bei meinen Japanisch-Pr\u00fcfungen auflaufen kann, wurde leider als undurchf\u00fchrbar abgeschmettert. Total unverst\u00e4ndlich, denn bis auf die unbedeutenden Fakten, dass er kleiner ist, k\u00fcrzere Haare hat und Japaner ist, w\u00e4re das doch nie aufgefallen. Na gut, es war einen Versuch wert. Besonders toll war aber Andres Reaktion auf eine Nachfrage zu dem Gedicht. Shimizu hat mich nach irgend welchen Fachbegriffen befragt, die mir ebenfalls nicht eingefallen sind. Also schnell Andre angerufen. Seine Reaktion lautete aber leider nur, er studiert etwas Vern\u00fcnftiges und braucht das nicht zu wissen. Hat er ja auch nicht ganz unrecht.<\/p>\n<p>Ansonsten wurde es ein sehr beschaulicher Tag. Die Regenzeit hat sich noch nicht breit gemacht und wir genie\u00dfen die Sonne und die viel zu hohen Temperaturen. Daf\u00fcr konnte ich heute mal ausprobieren, wie es sich anf\u00fchlt, wenn die Erde ein wenig bebt. Erst dachte ich ja, das Beben ist noch eine Nachwirkung des bulgarischen Wodkas von gestern (zu Lars Beruhigung, ich hab nur einen kleinen Schluck bei Orsolya probiert ;-P), aber dem war nicht so. Es war aber auch ziemlich schnell wieder vorbei. Das d\u00fcrfte damit auch mein erstes Erdbeben \u00fcberhaupt hier in Sendai gewesen haben. Beziehungsweise, das erste Erdbeben, was ich aktiv bemerkt habe. Ein Grund zur Sorge war es auf jeden Fall nicht. Immerhin habe ich jetzt den Beweis, dass ich 2006 schon mal eines erlebt habe. Damals haben Dennis und ich aber an alles gedacht, au\u00dfer dass es ein Erdbeben gewesen sein k\u00f6nnte. Wirklich merken tut man die einfachen aber auch wirklich nur, wenn man sich in einem Geb\u00e4ude etwas h\u00f6her befindet.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging es dann in die Stadt. Orsolya hat demn\u00e4chst Geburtstag und ich stand vor meiner Lieblingsfrage, frei nach den Prinzen: &#8222;Was soll ich ihr schenken, ohne sie zu kr\u00e4nken?&#8220; Es ist ja nicht so, als ob dieses Problem in Deutschland nicht schon schlimm genug w\u00e4re. Hier in Japan ist das aber schon fast unm\u00f6glich. Noch nicht mal die Standardgeschenke wie DVDs funktionieren. Erstens kosten selbst Uralt-Filme wie &#8222;Zur\u00fcck in die Zukunft&#8220; mal locker 40 Euro und damit das Gleiche wie BluRays. Zweitens ist die Auswahl auch noch teilweise ziemlich fragw\u00fcrdig. Ein japanisches Drama oder einen Samuraifilm, will ich dann auch nicht gleich schenken. Nun gut, mir wird schon irgend etwas einfallen. Muss ja, aber der heutige Tag hat mir mal wieder die Preisgestaltung der Japaner im Vergleich zu den Deutschen vor das Auge gef\u00fchrt. Zum Gl\u00fcck kenne ich mittlerweile schon alle wichtigen g\u00fcnstigen L\u00e4den, wo ich f\u00fcr mich zuschlagen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist getan, Shimizu hat die Deutschstunde irgendwie unbeschadet \u00fcberstanden und das Gedicht wurde auch nicht zerrissen. Diese Tatsache konnte meine Nerven dann doch um einiges beruhigen. Im Endeffekt betont mein Professor aber immer wieder, dass ich mich mit den Japanern auf Deutsch unterhalten soll und nichts anderes ist ja dabei auch passiert. 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