{"id":771,"date":"2010-06-06T21:29:11","date_gmt":"2010-06-06T19:29:11","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=771"},"modified":"2010-06-06T21:29:11","modified_gmt":"2010-06-06T19:29:11","slug":"sendai-die-musikstadt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=771","title":{"rendered":"Sendai, die Musikstadt"},"content":{"rendered":"<p>Wieso geht eigentlich immer gerade die Sonne auf, wenn ich ins Bett gehe? Das entwickelt sich mittlerweile schon zur Gewohnheit, eventuell sollte ich da mal etwas \u00fcberdenken? Wobei, wenn ich es mir recht \u00fcberlege, wieso eigentlich? Wenigstens sehe ich dank meines Balkons doch sehr sch\u00f6n den Sonnenaufgang. Meine n\u00e4chste Wohnung braucht unbedingt auch einen Balkon. Das ist schon etwas Sch\u00f6nes! Wie man aber schon merkt, ging das Bowlen gestern doch etwas l\u00e4nger, so dass mir etwas ausschlafen doch ziemlich gut gefallen h\u00e4tte. Mir im Weg stand dabei nur mein Treffen mit Mayumi. Also hie\u00df es doch, fr\u00fch raus aus dem Bett und auf zum Bahnhof. <\/p>\n<p>Schon der Weg dorthin offenbarte mir wieder, warum ich ein Gro\u00dfst\u00e4dter bin und G\u00f6ttingen mir gef\u00fchlter Ma\u00dfen zu klein ist. Es gab mal wieder eines der vielen Musikfestivals. Bei bestem Sonnenschein wurde \u00fcberall in der Stadt musiziert. Es war das reinste Spektakel. Am Bahnhof dann noch schnell an Sonys neusten 3-D-Bildschirmen vorbei und schon stand ich vor Mayumi. Nebenbei, diese 3-D-Bildschirme werden sich nie durchsetzen. Das Bild war zwar genial, aber diese unf\u00f6rmigen 3-D-Brillen erinnerten an meine 3-D-Brille, die ich vor mittlerweile 10 Jahren bei meinem ersten PC dabei hatte. Diese zeichnete durch ein hohes Gewicht und eine Form aus, die einfach nicht an mein Gesicht passen wollte.<\/p>\n<p>Mit Mayumi ging es dann zu irgend welchen Tischen und gro\u00dfe Beschreibungen gingen los. \u00dcber sechs Stunden wurde \u00fcber Gott, Fu\u00dfball und die Welt getratscht und versucht, die deutsche Sprache zu vermitteln. Falls jemand in Deutschland Schluckauf hatte: ich habe zwar alle meine Bekannten vorgestellt, habe aber nat\u00fcrlich nur das Beste erz\u00e4hlt. Jedenfalls, was ich f\u00fcr das Beste hielt. Auch wurden Geschenke verteilt. So machte ich wie immer Werbung f\u00fcr G\u00f6ttingen und besonders nat\u00fcrlich f\u00fcr Magdeburg. So besitzt sie jetzt ein Buch \u00fcber Magdeburg. Aber auch DVDs lieh ich ihr und andere Sachen wechselten den Besitzer. Unter anderem bin ich jetzt stolzer Besitzer von Karten f\u00fcr das Sendai Philharmonic Orchestra. Schlecht ist nur, dass ich noch eine Begleitung brauche. Meine erste Wahl, Orsolya, ist an diesem Tag nicht da, so dass ich jetzt mal andere Leute fragen werde. Mal schauen, wer Zeit und Lust hat. Sch\u00f6n ist auch, dass ich mir am 7. August ein Fu\u00dfballspiel mit ihr in Sendai anschauen werde. Besonderes Highlight d\u00fcrfte das Mitspielen der Nummer zehn der Blue Samurais, Shunsuke Nakamura, darstellen Er ist in dieser Saison zu den Yokohama Fl\u00fcgels Marinos gewechselt. Aber auch ansonsten bin ich jetzt auf dem Laufenden und kenne ihre halbe Familie. Dass die Chinesin, die uns beide vorgestellt hat und die maximal auch 23 ist, schon verheiratet ist, hat mich dann aber doch leicht verwundert. Aber egal, andere L\u00e4nder, andere Sitten. Nur eine einzige Sache gibt mir echt zu denken. Ich fliege fast 10.000 km in ein fremdes Land und hier fangen die Leute auch schon an, sich \u00fcber meine Schlaf- und Essgewohnheiten zu beschweren. Dabei dachte ich, gerade in Japan sieht das nicht gro\u00df anders aus. Gut, was soll&#8220;&#8220;s, wenigstens hat Mayumi bewiesen, dass sie eine gute Mutter wird. Ich bleibe trotzdem bei meinem Wahlmotto: Napol\u00e9on ist mit drei Stunden Schlaf bis nach Moskau gekommen und au\u00dferdem: schlafen kann ich, wenn ich tot bin.<\/p>\n<p>Nach \u00fcber sechs Stunden konnte ich dann aber auch endlich nach Hause. Nach Hause? Nein, daf\u00fcr war es wahrlich noch zu fr\u00fch. Also genoss ich noch das Ende der Innenstadt-Konzerte. <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2010\/06\/musik-300x225.jpg\" alt=\"musik\" title=\"musik\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-large wp-image-776\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/musik-300x225.jpg 300w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/musik-150x112.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/musik-200x150.jpg 200w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/musik.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Es war wieder mal beeindruckend, wie aber auch wirklich alle mitmachten. Beim letzten St\u00fcck hielten fast alle ihre Feuerzeuge hoch und sprangen im Takt. Es herrschte eine extrem ausgelassene Stimmung. Zu Hause \u00fcberraschte ich dann noch meine Mitbewohner mit der Frage, welche Musik hier viermal am Tag lautstark und immer zur selben Zeit abgespielt wird. Die sieben Uhr Musik hatten sie alle zu ihrem Unmut auch schon vernommen, den Sinn konnten sie sich aber alle nicht erkl\u00e4ren. Vermutlich handelt es sich um eine Weckmusik. Sollte das der Fall sein, dann muss ich mich aber an Obelix halten: &#8222;Die Spinnen, die Japaner&#8220;. In der Woche w\u00fcrde ich das ja noch verstehen, aber doch nicht am Wochenende! Wenigstens gaben mir die anderen aber auch recht und finden das Ganze ziemlich fragw\u00fcrdig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieso geht eigentlich immer gerade die Sonne auf, wenn ich ins Bett gehe? Das entwickelt sich mittlerweile schon zur Gewohnheit, eventuell sollte ich da mal etwas \u00fcberdenken? Wobei, wenn ich es mir recht \u00fcberlege, wieso eigentlich? Wenigstens sehe ich dank meines Balkons doch sehr sch\u00f6n den Sonnenaufgang. 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