{"id":594,"date":"2010-05-17T19:26:50","date_gmt":"2010-05-17T17:26:50","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=594"},"modified":"2011-02-21T08:33:04","modified_gmt":"2011-02-21T06:33:04","slug":"big-brother-is-watching-you","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=594","title":{"rendered":"Big brother is watching you"},"content":{"rendered":"<p>Das Wochenende ist vorbei, der Ernst des Lebens geht wieder los. Dementsprechend ging es heute erst mal zu Group Mori. Neben der \u00e4lteren Dame, deren Dosen ich \u00f6ffnen durfte und die sich darum extra stark um mich k\u00fcmmerte, hie\u00df das f\u00fcr mich heute: Gespr\u00e4che mit Chinesen. Diese belagern den Raum zu sp\u00e4terer Stunde, zu der ich meist erst erscheine. Besonders eine Dame hatte dabei heute Interesse an mir. Sie hat eine japanische Freundin, die Deutsch lernen will und mich daf\u00fcr als Tandempartner ben\u00f6tigt. Es ist ja eigentlich so, dass davon schon viel zu viele habe, schlie\u00dflich nutzt mein halbes Department mich f\u00fcr diesen Zweck aus. Egal, eine Dame mehr oder weniger f\u00e4llt da auch nicht mehr ins Gewicht. Was die Frage danach, ob ich verheiratet bin, bedeuten sollte, hat sich mir zwar nicht so genau erschlossen, ist vermutlich aber auch nicht wichtig. Nur im Zusammenhang h\u00f6rte sich die Konversation schon etwas seltsam an: &#8222;W\u00fcrdest du sie als Tandempartnerin nehmen? Ach und bist du verheiratet?&#8220; <\/p>\n<p>Dann ging ich doch lieber schnell ins Department um zu schauen, ob die junge Dame von gestern noch mit mir redet. Aber da ist alles in Ordnung und mein zweiter Advisor hat sich k\u00f6stlich \u00fcber die Geschichte am\u00fcsiert. Daf\u00fcr habe ich nochmal etwas Schokolade f\u00fcr das Department springen lassen und mir das Schauspiel angeschaut, wie Japaner versuchen, Ritter-Sport zu essen. Auf die Idee, die Tafel in der Mitte zu knicken, sind sie erst gekommen, als eine Deutschland-Veteranin sie darauf aufmerksam machte. F\u00fcr das Betriebsklima ist Schokolade auf jeden Fall das beste Mittel.<\/p>\n<p>Nachdem die japanischen Pflichten endlich alle erledigt waren, konnte es in die Stadt gehen. Aber auf dem Weg wollte ich noch eine Postfiliale suchen. Seit Tagen schlie\u00dflich brannte ein Brief an die Uni G\u00f6ttingen darauf, abgeschickt zu werden. Wie immer kannte ich mich nicht aus und fragte. Das stellt schlie\u00dflich eine gute und praktikable M\u00f6glichkeit dar, die Sprache zu \u00fcben. O.k., siebzig Prozent der Menschen versuchen auf Englisch zu antworten, aber immerhin drei\u00dfig Prozent sprechen auch auf Japanisch mit mir. Bl\u00f6d nur, wenn eine Polizeistreife in der N\u00e4he ist, die auch noch Langeweile hat. Also wurde diese von der angesprochenen Dame gebeten, uns doch bitte unseren Standort zu verraten. Kein Problem, gesagt getan und schon kannte ich den Weg zur Post. Nur die Polizei hatte leider zuviel Langeweile. Also hie\u00df es Aliencard rausholen, Fakten von dieser abschreiben, Telefonnummer verraten und noch ein wenig Smalltalk \u00fcber Reiks Studien halten. Auch wenn mir bewusst ist, dass solche Untersuchungen hier h\u00e4ufiger vorkommen, daf\u00fcr dass ich nur nach den Weg gefragt habe, h\u00e4tte ein Vorzeigen der Karte auch gereicht. Das Abschreiben der Fakten in den Notizblock war schon etwas seltsam. Da mir aber nichts vorgeworfen wurde und ich mir keiner Schandtat bewu\u00dft bin, gehe ich von einer Standarduntersuchung aus. Diese Vermutung verst\u00e4rkte sp\u00e4ter auch Thomas, der deutsche Barbesitzer, den ich noch einige deutsche Tayakis abkaufte, um morgen meine Advisor zu verwirren. Gleichzeitig gab es die Ank\u00fcndigung f\u00fcr die neueste Kreation, die es ab morgen gibt: Indisches Tayaki. Wie das schmecken soll, kann ich mir zwar noch nicht vorstellen. Andere h\u00e4tten das aber am liebsten schon heute dort geholt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wochenende ist vorbei, der Ernst des Lebens geht wieder los. Dementsprechend ging es heute erst mal zu Group Mori. Neben der \u00e4lteren Dame, deren Dosen ich \u00f6ffnen durfte und die sich darum extra stark um mich k\u00fcmmerte, hie\u00df das f\u00fcr mich heute: Gespr\u00e4che mit Chinesen. 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