{"id":539,"date":"2010-05-10T21:56:43","date_gmt":"2010-05-10T19:56:43","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=539"},"modified":"2011-02-21T08:29:28","modified_gmt":"2011-02-21T06:29:28","slug":"ein-hoch-auf-die-konsumgesellschaft-japans","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=539","title":{"rendered":"Ein Hoch auf die Konsumgesellschaft Japans"},"content":{"rendered":"<p>Gestern Abend hatte ich endlich mal die Gelegenheit, die japanischen Annehmlichkeiten auszuprobieren. Wir erinnern uns an G\u00f6ttingen: Ein Rewe, der bis Mitternacht offen hat, ist dort das H\u00f6chste der Gef\u00fchle. Versuche, dies auch in anderen Superm\u00e4rkten zu wiederholen, schlugen alle fehl. Ganz anders sieht das in Japan aus. Um 23.45 Uhr war ich endlich so weit, zwei Briefe, die schon eine ganze Weile auf das Versenden warten, fertigzustellen. Jetzt stellten sich nur zwei Probleme: Wie soll ich das Ganze ohne Drucker drucken? Wo bekomme ich ordentliche Briefumschl\u00e4ge her? Beim Kauf der vorhandenen Briefumschl\u00e4ge fanden Orsolya und ich die Idee mit den japanischen Zeichen auf dem Umschlag noch cool. Heute, mit einigen Japanisch-Kenntnissen, stellte sich heraus, dass es sich um Zahltagesumschl\u00e4ge handelt. Auch wenn die Empf\u00e4nger es nicht lesen k\u00f6nnen, k\u00e4me mir das Versenden in diesen Briefumschl\u00e4gen doch recht komisch vor. Was also machen? Warten bis morgen ist eine Idee, aber viel zu einfach. Das w\u00fcrde ich nur geschickt verdr\u00e4ngen. Also noch schnell raus zum Combini, eine Art Kiosk, der eine Auswahl wie ein kleiner Supermarkt in Deutschland hat. Unterschied ist eigentlich nur, dass er vierundzwanzig Stunden am Tag ge\u00f6ffnet hat und er nicht viel teurer als ein normaler Supermarkt ist. Einige Dinge, wie Eier, bekommt man in ihnen sogar g\u00fcnstiger.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck gibt es die hier an jeder Ecke. Gesagt, getan und einige Briefumschl\u00e4ge geholt. Mhhh, eigentlich k\u00f6nnte man auch einige Bilder in den Brief legen. Gesagt, getan und den USB-Stick an einen der bereit stehenden Kopierer angeschlossen, Bilder ausgesucht und f\u00fcr 30 Yen pro Bild einige ausgedruckt. Gut, die Qualit\u00e4t von Fotostudios erreicht das Ger\u00e4t nicht ganz, f\u00fcr den Preis kann man aber nicht viel falsch machen und der Empf\u00e4nger kann das Briefthema besser nachvollziehen. Die Briefe kann man auch gleich f\u00fcr 5 bis 10 Yen ausdrucken, nur irgendwie erkennt er nur docx, nicht aber das normale doc-Format. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man um Mitternacht auch noch mal Hunger bekommen. Also gleich noch in einen der echten Superm\u00e4rkte hinein, der auch ganzt\u00e4gig ge\u00f6ffnet ist und Tageseinkauf absolvieren. Frisch gest\u00e4rkt und mit allen Bedarfswaren ausgestattet, kann es dann zur\u00fcck nach Hause gehen. Und falls man doch mal etwas, z.B. Getr\u00e4nke oder Snacks, vergessen hat, gibt es ja noch die allgegenw\u00e4rtigen Vending machines. Die sind auch nicht so teuer und bieten Sandwiches und Getr\u00e4nke f\u00fcr den faulen Studenten an, der nicht so weit gehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Es lebe die Konsumgesellschaft! Ein derartiges System w\u00fcrde in Deutschland wohl an allen Gewerkschaften scheitern und sich nicht unbedingt rentieren. Trotzdem ist es schon beachtlich zu sehen, dass es sich hier offensichtlich rechnet. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es auch keinen extra starken Wachschutz, der ab 23 Uhr den Laden bewacht. Angst vor \u00dcberf\u00e4llen haben die Angestellten offensichtlich nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern Abend hatte ich endlich mal die Gelegenheit, die japanischen Annehmlichkeiten auszuprobieren. Wir erinnern uns an G\u00f6ttingen: Ein Rewe, der bis Mitternacht offen hat, ist dort das H\u00f6chste der Gef\u00fchle. 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