{"id":519,"date":"2010-05-06T20:51:45","date_gmt":"2010-05-06T18:51:45","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=519"},"modified":"2011-02-21T08:31:48","modified_gmt":"2011-02-21T06:31:48","slug":"von-geschenkpapier-und-alten-omas","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=519","title":{"rendered":"Von Geschenkpapier und alten Omas"},"content":{"rendered":"<p>Wir schreiben den 6. Mai, Golden Week ist vorbei und die armen Ausl\u00e4nder d\u00fcrfen sich wieder in ihren Sprachkursen einfinden. Dabei haben wir uns heute ziemlich gewaltig blamiert. Wie sieht das denn bei euch im Ausland aus, wann sind eure Feiertage? Mit was f\u00fcr einfachen Fragen man die Studenten doch durcheinander bringen kann. Der ganze Kurs r\u00e4tselte, darunter auch die beiden deutschen Vertreter. R: Wir haben zum Beispiel den Tag der Arbeit. A.: Ja also, da existiert noch der Tag der Deutschen Einheit. Wann war der noch mal vor lauter Schreck? R.: Genau und der 17. Juni, ach den gibt es ja nicht mehr oder der 8. Mai &#8211; Tag der Befreiung &#8211; ach nein, den haben sie ja schon zu DDR-Zeiten abgeschafft, mhhh. Auf jeden Fall war das kein r\u00fchmliches Blatt. Aber immerhin haben wir mehr gefunden als die anderen. Denen ist nur der Muttertag eingefallen, was noch nicht einmal ein Feiertag ist. Dass uns die restlichen Zeiten entfallen sind liegt nat\u00fcrlich nur daran, dass ein guter Student nie frei hat ;-P.<\/p>\n<p>Nach diesem Kurs ging es f\u00fcr mich durch die halbe Stadt, Geschenkpapier finden. Es kann eigentlich nicht sein, dass Japan, das Land, was besonderen Wert auf Geschenkpapier legt, dieses nur im Stadtinneren oder bei richtig gro\u00dfen Ketten verkauft. Ausnahmen best\u00e4tigen nat\u00fcrlich die Regel, so habe ich \u00f6fter rosa Papier mit Herzen gesehen. Das habe ich aber lieber nicht gekauft. Die m\u00f6glichen Interpretationen, wenn ich Kaoris Geschenk damit eingepackt h\u00e4tte, waren mir dann doch zu viel. Uneingepackt lassen war nach Daniels Hinweis nat\u00fcrlich auch keine Option. Von daher war ich ziemlich zufrieden, blaues Papier und silbernes Geschenkband gefunden zu haben. Also schnell zu Group Mori &#8211; mich st\u00e4rken und mit Hilfe der Mitglieder das Geschenk schnell verpacken. Wie sich dann herausstellte, hat das Buch von Lars recht gehabt. Japaner \u00f6ffnen echt nie Geschenke vor demjenigen, der sie verschenkt hat. So kann es nicht passieren, dass sie aus Versehen den falschen Eindruck hinterlassen. Besser w\u00e4re das \u00d6ffnen aber gewesen, da Kaori die Haarnadel als Lesezeichen fehl deutete. Mehrere Damen haben mir aber die Nutzung des Teils als Haarnadel best\u00e4tigt, jetzt darf ich demn\u00e4chst wohl mal Aufkl\u00e4rung leisten.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging es noch in die Stadt, meine Aliencard besorgen. Jetzt bin ich auch ein echter Alien und kein vorl\u00e4ufiger mehr. Besonders gef\u00e4llt mir an der Karte, dass die Nationalit\u00e4t, der Wohnort im Heimatland und der Geburtsort in ein Feld eingetragen werden. Auf meiner Karte steht jetzt: Deutsch-Borde-Magdeburg. Zum Gl\u00fcck ist es nicht wichtig, aber offensichtlich ist die Beh\u00f6rde nicht mit meinem Wohnort &#8222;Stadt Wanzleben-B\u00f6rde&#8220; klargekommen und somit wurde es &#8222;Borde&#8220;. Abschlie\u00dfend ging es noch in einen Supermarkt. Woran erkennt man, dass man in Japan ist? Ich kam hinein und \u00fcberlegte knapp 30 Sekunden, welches Gem\u00fcse ich schnell mit den H\u00e4nden zur Kasse transportiere. Pl\u00f6tzlich stand eine Oma mit einem Korb neben mir, r\u00fcberreichte mir den Korb und erkl\u00e4re mir f\u00fcr das n\u00e4chste Mal, wo die K\u00f6rbe stehen. Offensichtlich sah ich ziemlich verzweifelt aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schreiben den 6. 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