{"id":3356,"date":"2012-08-20T21:30:26","date_gmt":"2012-08-20T19:30:26","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=3356"},"modified":"2012-08-21T22:19:42","modified_gmt":"2012-08-21T20:19:42","slug":"tag-20-eine-ruckkehr-in-die-vergangenheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=3356","title":{"rendered":"Tag 20 &#8211; Eine R\u00fcckkehr in die Vergangenheit"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt viele Sachen, die ich machen wollte, w\u00e4hrend ich in Sendai bin. Orsolyas Verletzung bringt uns jetzt etwas aus dem Plan, denn ihre Lauff\u00e4higkeit ist eingeschr\u00e4nkt und ich bin mit meinem etwas z\u00fcgigeren Gang zum Fu\u00dfballstadion nicht unschuldig. Dementsprechend ruhig verlief der heutige Tag. Bei den aktuellen Temperaturen ist das auch besser, denn schon bei der kleinsten Bewegung ist man durchgeschwitzt. Ein Ziel gab es aber, welches leicht erreichbar ist und unbedingt begutachtet werden musste &#8211; Sanjo. Mein altes Wohnheim steht etwa f\u00fcnf bis zehn Minuten von meiner aktuellen Unterkunft entfernt.<\/p>\n<p>Kurzerhand schnappte ich mir Todesfalle und fuhr zu Sanjo. Ein komisches Gef\u00fchl ist es, einen Ort zu besuchen, an dem so viele Erinnerungen h\u00e4ngen. Beim Betreten von Sendai ging das Gef\u00fchl schnell vorbei, denn ich hatte Dennis als Anker dabei. Dieses Mal war es schlimmer, denn ich war alleine. Sanjo hat sich kaum ver\u00e4ndert und unbemerkt ging mein Blick als erstes in die gewohnte Richtung, zu Orsolyas Fenster. Von dort aus ging es \u00fcber Tobias Wohnung zu meiner, in der wohl jetzt ein Japaner wohnt. Ins Internationale Haus musste ich sogar hinein, um etwas nachzuschauen und alles war wie zuvor. Ich konnte f\u00f6rmlich das Gef\u00fchl sp\u00fcren, in mein altes Zimmer zu gehen. Die einzige \u00c4nderung war eigentlich nur, dass der alte Sportplatz weg ist. Anstelle des Sportplatzes, wo unter anderem das Kochfest stattfand, befinden sich heute Notunterk\u00fcnfte f\u00fcr die Tsunamiopfer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp4950-klein.jpg\" alt=\"imgp4950-klein\" title=\"imgp4950-klein\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3400\" \/><\/p>\n<p>Nach Sanjo war mein Radvergn\u00fcgen ungebrochen. Katoh, ein alter Freund, hatte am Morgen bei Skype geschrieben, dass er \u00fcber neunzig Minuten nach Izomi ben\u00f6tigt hat, dem n\u00f6rdlichsten Stadtteil. Das konnte nicht sein und ich testete es auf einer Parallelstra\u00dfe aus. Selbst mit Todesfalle war die Tour nach vierzig Minuten erledigt und Katoh kann kein Rad fahren. Daf\u00fcr gab es viele nostalgische Gef\u00fchle auf der Strecke, weil ich dieser so h\u00e4ufig gefolgt bin und unter anderem damals hier meine Geldb\u00f6rse verloren hatte. Das Highlight gab es aber in einem Laden auf der Strecke. Wie viele Verk\u00e4ufer ben\u00f6tigt man f\u00fcr einen Einkauf? Ich habe jetzt in Japan gelernt, man ben\u00f6tigt 5 Verk\u00e4ufer. Als ich mit meiner DVD zum Schalter kam, kamen alle auf mich zuget\u00fcrmt. Der Erste nahm die H\u00fclle entgegen, der Zweite brachte den Inhalt und verschloss die Verpackung, der Dritte zeigte mir die Kosten und der Vierte gab mir das R\u00fcckgeld. Der F\u00fcnfte im Bunde war dann daf\u00fcr zust\u00e4ndig, meine Erwerbung zu \u00fcbergeben.  Man merkt also, die Japaner wissen, dass der Kunde K\u00f6nig ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt viele Sachen, die ich machen wollte, w\u00e4hrend ich in Sendai bin. 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