{"id":3288,"date":"2012-08-11T19:40:22","date_gmt":"2012-08-11T17:40:22","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=3288"},"modified":"2012-08-11T20:15:44","modified_gmt":"2012-08-11T18:15:44","slug":"tag-12-auswartsspiel-consadole-vs-vegalta","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=3288","title":{"rendered":"Tag 12 &#8211; Ausw\u00e4rtsspiel Consadole vs. Vegalta"},"content":{"rendered":"<p>Eine Sache gibt es noch, die diesen Urlaub zu einem wirklichen Urlaub von mir macht. 2006 war es ein Baseballspiel der Baystars, \u00fcber die Vielzahl an Sportveranstaltungen 2010 und 2011 rede ich lieber gar nicht. Dieses Jahr steht auf der Haben-Seite bisher nur ein missgl\u00fcckter Versuch, ein Heimspiel von Vegalta Sendai zu sehen. Das ist ein nicht haltbarer Zustand! Wie der Zufall so will, fand heute in Sapporo ebenfalls ein Fu\u00dfballspiel statt. Consadole Sapporo traf auf Vegalta Sendai. Keine Frage, wer es sich im G\u00e4steblock bequem machte. Es war Zeit f\u00fcr ein Ausw\u00e4rtsspiel!<\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtsspiel begann aber im eigentlichen Sinne schon gestern. Die Frage, die im Raum steht: Wie viele Leute ben\u00f6tigt man, um einmal Tickets f\u00fcr ein Fu\u00dfballspiel zu besorgen? Dennis und ich fanden die Antwort. Man ben\u00f6tigt zwei Mitarbeiter eines Combinis und etwa 20 Minuten Zeit. Eine der vielen japanischen Combiniketten verf\u00fcgt \u00fcber ein Kartenvorverkaufssystem, welches unter anderem dem Vorverkauf von Sporttickets dient. Vor zwei Jahren war die Bedienung noch ein Graus, so dass selbst Japaner an dem Ticketkauf f\u00fcr Fu\u00dfball regelm\u00e4\u00dfig scheiterten. Um diese Situation zu verbessern, hat  mittlerweile jedes dieser Ger\u00e4te eine kleine Karte mit einer Beschreibung angebracht, welche den Fu\u00dfballfan zu seinen Tickets bringen soll. Soweit so gut, diese Errungenschaft ist sinnvoll und wenn noch mehr Menschen wie ich mit ihrer Verzweiflung den Verkehr im Combini zum Stehen gebracht haben, so ist die Umgestaltung verst\u00e4ndlich. Wieso ben\u00f6tigte ich, wenn es so einfach geht, dann nun zwanzig Minuten f\u00fcr das Ticket? Die L\u00f6sung ist einfach: Ich hatte mal wieder Sonderw\u00fcnsche. Zwar wird der Weg zum Ticket beschrieben, eine \u00dcbersicht \u00fcber die Bl\u00f6cke fehlt aber. Als Sendai-Fan konnte mir leider niemand sagen, wo wir sitzen sollen. Nur dank einer hilfreichen Verk\u00e4uferin, welche drei verschiedene Institutionen f\u00fcr uns anrief und sich dabei die Nummern immer auf ihre Hand schrieb, gelangten wir endlich an die L\u00f6sung des R\u00e4tsels und damit an unsere Karten.<\/p>\n<p>Das Spiel sollte heute um 14 Uhr losgehen, mehr als genug Zeit also, sich anderweitig umzusehen. F\u00fcr wirkliche Besichtigungen fehlte aber trotzdem die Zeit. Kurzerhand entschieden, wir nach einer kleinen Stadtbesichtigung einfach mal den Weg zum Sapporo Dom zu erfragen. Die erste Antwort lautete vierzig Minuten, also eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurze Strecke. Der Ladenbesitzer zeigte sich aber \u00fcberrascht \u00fcber unseren Plan, die Strecke zu laufen. Als wir aber dank Fotografieren so aussahen, als ob wir den Weg nicht finden, lief er uns hundert Meter hinterher, um uns noch einmal schnell in die richtige Stra\u00dfe zu weisen. Leider stimmte seine Einsch\u00e4tzung aber nicht ganz. Nach etwa einer Stunde Marsch stellte sich dank eines Navis heraus, dass immer noch rund sechs Kilometer vor uns lagen. Der kurze Spaziergang verl\u00e4ngerte sich also mal wieder ungewollt. Trotz allem fanden wir nach einiger Zeit das Stadion. Der Sapporo Dom lag vor uns.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp4433klein.jpg\" alt=\"Stadion\" title=\"imgp4433klein\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3291\" \/><\/p>\n<p>Das Stadion ist eine imposante Erscheinung. Eine gro\u00dfe Kuppel bildet das gesamte Stadion und an der einen Seite des Stadions findet man eine Mulde, auf die der Rasen ausgefahren werden kann. Da es sich um eine Mehrzweckhalle handelt, wird dies besonders genutzt, um zwischen Fu\u00dfball und Baseball zu variieren. Das Stadion an sich ist komplett geschlossen und etwa 41.000 Menschen finden bei Fu\u00dfballspielen Platz. Consadole Sapporo als Verein existiert erst seit 1996. Ein Verein aus Kawasaki wurde umgesiedelt, um Hokkaido einen Verein zu geben, welcher in den h\u00f6heren Ligen Bestand haben konnte. Nach einem \u00fcberraschenden Aufstieg in der letzten Saison ist Consadole Sapporo momentan Letzter der Tabelle, was auf ein junges Team und viele verletzte Spieler zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Vegalta dagegen ist dieses Jahr eines der st\u00e4rksten Teams der Liga und k\u00e4mpft mit Teams wie Hiroshima um die Meisterpl\u00e4tze.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp4351-klein.jpg\" alt=\"imgp4351-klein\" title=\"imgp4351-klein\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3292\" \/><\/p>\n<p>Das Spiel selber bewies, warum Vegalta soweit oben in der Tabelle steht. Consadole Sapporo hatte zwar die ersten Chancen, wirklich Gef\u00e4hrliches kam dabei nicht heraus. Ganz anders Sendai mit seinem stark variablen 4-4-2, welches  das Spiel der Mannschaft um einiges ansehnlicher macht, als noch vor einem Jahr. Manko der Mannschaft ist eigentlich die Verspieltheit. Anstelle des Abschlusses wurden immer neue Varianten gebracht, um den Ball ins Tor zu tragen. Trotz einer fr\u00fchen F\u00fchrung von Sendai schaffte es Consadole, in der zweiten Halbzeit auszugleichen. Vegalta dr\u00fcckte nun, aber manchmal hat man einfach Pech. Wie es sich schon das ganz Spiel ank\u00fcndigte, fing sich Vegalta in der Schlussoffensive einen Konter ein, welcher zu allem \u00dcberfluss mit einem Eigentor beendet wurde. Die alte Weisheit, wenn man den Sack nicht zumacht, r\u00e4cht sich das, stimmt also immer noch. H\u00e4tte man bei all den hundertprozentigen mal ein Tor gemacht, w\u00e4re das Spiel anders gelaufen. So endete das Spiel nach einem Tor in der 94. Minute mit 2:1 f\u00fcr Sapporo. Trotz der bitteren Niederlage muss man dem Trainer von Vegalta ein Kompliment machen, er hat das perfekte Spielsystem f\u00fcr den japanischen Fu\u00dfball gefunden. Schnelle, zweikampfstarke Spieler, die mehrere Positionen belegen k\u00f6nnen und zu den gro\u00dfgewachsenen St\u00fcrmern in die Mitte flanken. Besiegbar ist ein derartiges System nur per Konter, wie es Sapporo vormachte. Auch den im Internet aufgemachten Vorwurf der Bevorteilung Sendais kann ich mittlerweile verstehen. Vegaltas Spieler haben, untypisch f\u00fcr den japanischen Fu\u00dfball, eine Zweikampftechnik am Rande der Legalit\u00e4t. Es wird noch nicht als Foul gewertet, ist aber nahe daran. F\u00fcr die gegnerischen Fans, die dies nicht von ihren Spielern gew\u00f6hnt sind, mag dies etwas von Betrug haben, aus meiner Sicht handelt es sich nur etwas um k\u00f6rperliche H\u00e4rte.<\/p>\n<p>Im Anschluss an das Spiel machten wir noch die Innenstadt unsicher. In Sapporo findet im Sommer eines der gr\u00f6\u00dften Bierfeste der Welt statt. Preise von bis zu 30 Euro pro Liter hielt uns aber doch davon ab, hier aktiv zu werden. Da konnten wir uns zur Feier des Urlaubs in einem sch\u00f6nen Restaurant lieber ein paar Udon g\u00f6nnen. Sch\u00f6n war auf jeden Fall, dass selbst der alte Feind des Sports, Dennis, in den letzten zehn Minuten des Spiels ziemlich emotional mitgegangen ist, selbst ihm hat es also irgendwie gefallen. Ich hoffe dagegen beim n\u00e4chsten Heimspiel auf ein besseres Ergebnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Sache gibt es noch, die diesen Urlaub zu einem wirklichen Urlaub von mir macht. 2006 war es ein Baseballspiel der Baystars, \u00fcber die Vielzahl an Sportveranstaltungen 2010 und 2011 rede ich lieber gar nicht. Dieses Jahr steht auf der Haben-Seite bisher nur ein missgl\u00fcckter Versuch, ein Heimspiel von Vegalta Sendai zu sehen. 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