{"id":3275,"date":"2012-08-10T20:26:20","date_gmt":"2012-08-10T18:26:20","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=3275"},"modified":"2012-08-10T20:26:20","modified_gmt":"2012-08-10T18:26:20","slug":"tag-11-einmal-fuse-gut-durch-bitte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=3275","title":{"rendered":"Tag 11 &#8211; Einmal F\u00fc\u00dfe, gut durch bitte"},"content":{"rendered":"<p>Die letzten Tage stehen an und Dennis m\u00f6chte nur noch vier Tage hier in Japan bleiben. O.k., von m\u00f6chten kann laut eigenem Bekunden keine Rede sein, aber die Pflicht ruft.  Bevor wir uns mit diesem Problem befassen m\u00fcssen, haben wir aber noch ein wenig Urlaub. Nachdem wir gestern Sapporo erkundet haben galt es heute, die Aufmerksamkeit auf die umliegenden Gebiete zu lenken. Wozu h\u00e4tte man sich sonst ein Zugticket f\u00fcr alle Z\u00fcge besorgen sollen, wenn man es nicht benutzt?<\/p>\n<p>In einem spontanen Beschluss entschied unsere Gruppe, nach Noboribetsu zu fahren. Nobori? was? Den meisten Menschen wird der Ort nichts sagen und ich nehme uns dabei explizit nicht aus. Noboribetsu ist ein Onsenort, also ein Ort der hei\u00dfen Quellen, in denen Japaner bei Temperaturen von 40 bis in sehr seltenen F\u00e4llen 50 Grad entspannen, soweit man gekocht werden \u00fcberhaupt als Entspannung werten  kann. Da ich genug Menschen kenne, die hei\u00df Baden lieben, muss es aber wohl so sein. Wie dem auch sei, in der Touristeninformation stie\u00dfen wir auf mehrere Prospekte die vielversprechend klangen und deshalb fuhren wir spontan hin. Neben einer Vielzahl an Onsen bietet die Stadt ein Dorf der Edo-Zeit, in dem Schauspieler das Leben im neunzehnten Jahrhundert wieder aufleben lassen und ein Ninja-Schloss, in dem Fallen und Verstecke zu finden sind. Eine weitere Attraktion ist das M\u00e4rchenland, in dem ein europ\u00e4isches Schloss den Mittelpunkt bildet und die Fahrgesch\u00e4fte und Besch\u00e4ftigungen eher f\u00fcr Kleinere ausgerichtet sind. Es gibt auch einen B\u00e4renpark, welcher es erlaubt, die gef\u00e4hrlichen Einwohner Hokkaidos aus der N\u00e4he zu sehen, ohne Angst um das eigene Leben zu haben. Besonders die B\u00e4ren sind ein gro\u00dfes Problem hierzulande, denn nicht umsonst stehen in jedem Wald Warnschilder mit Hinweisen zum Verhalten  bei einem Aufeinandertreffen mit B\u00e4ren.<\/p>\n<p>Der H\u00f6hepunkt und eine der Hauptattraktionen ist aber das Death Valley, das Todes-Gebiet.  Passend zu diesem Gebiet mit starken vulkanischen Aktivit\u00e4ten sind die Markenzeichen des Gebietes, eine Vielzahl an kleinen D\u00e4monen-Statuen, und auch die gesamte Stadt wird von gezeichneten D\u00e4monen bev\u00f6lkert. Von allen Attraktionen erschien uns dieses Tal neben dem Edo-Dorf am lohnendsten. Kurzerhand beschlossen wir nach unserer Ankunft in Noboribetsu, uns auf den Weg ins Tal zu machen. Auf der Karte erschien dies nicht weit zu sein und wieso sollte man ?viel? Geld f\u00fcr den Bus bezahlen, wenn man doch laufen kann. Als Anmerkung am Rande, nur weil eine Vielzahl von Leuten schon die Vermutung aufgestellt hat: Nein, diese Entscheidung wurde von Dennis mit den gleichen Beweggr\u00fcnden mitgetragen und nein, ich stand auch nicht mit Waffengewalt oder Erpressung hinter ihm und habe ihn auf diese Weise gezwungen! In solchen Dingen denken Dennis und ich doch relativ \u00e4hnlich. Kurzerhand machten wir uns auf den Weg, welcher immer l\u00e4nger wurde. Schon beim Start wurde eine 12 Kilometer entfernte Onsen ausgeschildert. Wer konnte denn auch ahnen, dass jene genau unseren Zielpunkt darstellte. 12 Kilometer und einige Anh\u00f6hen sp\u00e4ter, erreichten wir doch irgendwie das Tal. Besonders dass letzte St\u00fcck hatte es in sich, da auf einmal die Stra\u00dfe endete und Dennis und mir nichts weiter \u00fcbrig blieb, als vorsichtig einer schmalen Bergstra\u00dfe zu folgen, welche auch stark von Autos frequentiert wurde. Sp\u00e4testens hier keimte in uns der Verdacht, vermutlich die ersten G\u00e4ste gewesen zu sein, die diesen Weg versuchten. Aber gut, wir erreichten irgendwie unser Ziel.<\/p>\n<p>Nun ging es wirklich in die Berge hinein. Die Onsen liegen in einem von Vulkanen umgebenen Gebiet, welches zum einen dichte gr\u00fcne W\u00e4lder und zum anderen ein durch Schwefeld\u00e4mpfe entstandenes Gesteinstal enth\u00e4lt. Leider schafften wir es nicht, an einem der vielen aktiven Geysire zu sein, um diesen Ausbrechen sehen zu k\u00f6nnen, aber immerhin sah besonders das Todestal sehr beeindruckend aus. Wirkliches Highlight war aber der gr\u00f6\u00dfte Vulkansee Japans, welcher mitten in den Bergen thronte und wirklich nur auf kleinsten Pfaden erreichbar war. Durch das verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schlechte Wetter war die Dampfbildung des Sees noch beg\u00fcnstig, so dass das ganze Gebiet aussah, als ob gleich ein Ausbruch bevorstand. H\u00f6hepunkt der Tour war aber dann noch ein ganz anderer. Entlang eines Bachlaufes vom Vulkansee durch das Gebirge gelangte man zu einer Stelle, wo das Wasser auf etwa f\u00fcnfzig Grad abgek\u00fchlt war. F\u00fcr die Japaner sind das Entspannungstemperaturen und so wurde eine Stelle f\u00fcr die Fu\u00dfmassage eingerichtet. Man konnte mit den F\u00fc\u00dfen in das Wasser steigen und den Weg auf Steinen ablaufen und erhielt eine gute Massage. Nat\u00fcrlich war dies nur m\u00f6glich, wenn man seine F\u00fc\u00dfe erst einmal in das Wasser gezwungen hatte. Eine Japanerin beobachtete unsere qualvollen Versuche und unterhielt sich, nachdem wir es geschafft hatten, noch mit uns. Ein Foto von uns wurde gleich f\u00fcr das Familienalbum geschossen, so dass wir sie zu Gegenfotos \u00fcberzeugen mussten. Ein Fu\u00dfbad bei diesen Temperaturen ist auf jeden Fall eine Erfahrung, auch wenn der Schwefelgeruch der F\u00fc\u00dfe schon seltsam war. Man braucht halt \u00fcberhaupt erst einmal die Mu\u00dfe, um sich in das Wasser zu wagen. Entspannender als ein kalter Gebirgsbach ist es auf jeden Fall und man kann gut die  Energie regenerieren. Aus eigener Erfahrung k\u00f6nnen wir best\u00e4tigen, dass es hilft. Die F\u00fc\u00dfe schmerzen weit aus weniger nach der Behandlung, als zuvor. Trotz dieser Entspannung entschieden wir nach dem Abstieg, in den Onsenort dieses Mal den Bus zu nehmen. Wie sich herausstellte, h\u00e4tten wir uns die 12 Kilometer f\u00fcr drei Euro sparen k\u00f6nnen, aber wie sagte schon meine Gro\u00dfmutter immer: Gehen wir, sparen wir das Fahrgeld?.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp4302-klein.jpg\" alt=\"imgp4302-klein\" title=\"imgp4302-klein\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3284\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten Tage stehen an und Dennis m\u00f6chte nur noch vier Tage hier in Japan bleiben. O.k., von m\u00f6chten kann laut eigenem Bekunden keine Rede sein, aber die Pflicht ruft. Bevor wir uns mit diesem Problem befassen m\u00fcssen, haben wir aber noch ein wenig Urlaub. 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