{"id":3256,"date":"2012-08-07T20:24:39","date_gmt":"2012-08-07T18:24:39","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=3256"},"modified":"2012-08-11T23:42:21","modified_gmt":"2012-08-11T21:42:21","slug":"tag-8-von-der-insel-auf-die-insel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=3256","title":{"rendered":"Tag 8 &#8211; Von der Insel auf die Insel"},"content":{"rendered":"<p>Hachinohe ist eine kleine Hafenstadt an der Nordk\u00fcste Japans. Vor fast genau zwei Jahren besuchten Dennis und ich diese Stadt, da wir in Ermangelung eines Railpasses auf Hokkaido verzichteten. Jetzt sollte dieses Vers\u00e4umnis nachgeholt werden. Mit dem Shinkansen ging es nach Hakodate. Hakodate ist eine Hafenstadt am S\u00fcdzipfel Hokkaidos, welche im neunzehnten Jahrhundert als eine der ersten japanischen St\u00e4dte f\u00fcr Ausl\u00e4nder freigegeben wurde. Dies l\u00e4sst sich auch sehr gut an der Architektur der Stadt feststellen, welche durchaus westlichen Einfluss vorzuweisen hat. Die eigentliche Reise begann dabei mit hohen Erwartungen. Mein alter Kumpel Shimizu hat lange in Hakodate gewohnt und spricht nur in den h\u00f6chsten T\u00f6nen von der Stadt. \u00dcber die Zugfahrt dorthin konnte er uns aber auch nicht viel berichten, da er bei seinem Umzug aus Hakodate die M\u00f6bel seinen Eltern anvertraut hatte und selber innerhalb von f\u00fcnf Tagen mit dem Rad nach Sendai gefahren ist. Eine Radtour durch Japan w\u00e4re nebenbei noch eine meiner gro\u00dfen Lebensziele, muss aber noch warten, denn daf\u00fcr fehlt uns die Zeit.<\/p>\n<p>Der Shinkansen von Sendai ben\u00f6tigt f\u00fcr die Strecke nach Hakodate im Gegensatz zu Shimizus f\u00fcnf Tagen nur vier Stunden. Er ist auch mit allem Luxus ausgestattet, was die Fahrt sehr angenehm werden l\u00e4sst. Die Fahrt nach Hokkaido wird dabei durch einen Unterwassertunnel vollzogen, was uns wiederum die anstrengende F\u00e4hrfahrt ersparte und dabei auch um einiges g\u00fcnstiger war.  Um 15 Uhr erreichten wir Hakodate und es war genau das Gegenteil, was wir erwartet haben. Nach Shimizus Beschreibungen erwarteten wir eine Metropole wie Sendai. Vorgefunden haben wir dagegen eine Stadt, welche eher mit obengenanntem Hachinohe, nur mit mehr Einwohnern, vergleich bar ist. Man merkt der Stadt ihren einstigen Glanz an jeder Ecke an, nur heute ist er stark verblasst. Dies l\u00e4sst sich auch an unserem Hotel feststellen, welches ebenfalls garantiert schon bessere Tage gesehen hat, aber f\u00fcr die \u00dcbernachtungen ausreichend ist.<\/p>\n<p>Nach dem Check In hatten wir noch genug Zeit, um die wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten Hakodates zu erkunden. Da wir dank Orsolya in den letzten Tagen etwas von Gewaltm\u00e4rschen verschont geblieben sind, wobei das Laufen in Yukata und Holzschuhen durchaus ein Workout ist, wurde es doch mal wieder Zeit f\u00fcr einen vern\u00fcnftigen Spaziergang. Irgendwo in ein paar Kilometern Entfernung sollte der Grundriss einer alten Festung nach europ\u00e4ischem Vorbild zu finden sein. Diese wurde erbaut, um Japans K\u00fcste vor eben jenen Ausl\u00e4ndern zu sch\u00fctzen und die Abschlie\u00dfung des Landes zu garantieren. Auf der anderen Seite wurde Hakodate als St\u00fctzpunkt  f\u00fcr die Eroberung des Landes von den Ureinwohnern durch die Zentraljapaner genutzt. Leider nutzen auch die besten Touristenkarten nichts, wenn Dennis und ich immer etwas potentiell Interessantem folgen. Kurzerhand wurde aus dem Folgen einer geraden Stra\u00dfe ein ungeheuerlicher Zickzackkurs. Durch diesen sahen wir aber auch coole Dinge wie das Meer vor Hakone und mehrere Tempel. Die Karte war f\u00fcr unsere Strecken auch nicht ausgelegt und wir k\u00f6nnen der Ladenkette ?seven eleven? danken, dass sie viel Geld f\u00fcr die Erw\u00e4hnung auf den Touristenkarten investiert. Damit wurde eine grobe Orientierung anhand der L\u00e4den erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Angekommen an dem Viertel, bestiegen wir erst einmal einen 107 Meter hohen Turm. Von dort aus konnte man die Ausdehnung der Stadt erkennen, welche aus diesem Blickwinkel erst richtig imposant wirkt. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp3724klein.jpg\" alt=\"imgp3724klein\" title=\"imgp3724klein\" class=\"alignleft size-full wp-image-3314\" \/> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp3674klein.jpg\" alt=\"imgp3674klein\" title=\"imgp3674klein\" class=\"alignright size-full wp-image-3315\" \/><\/p>\n<p>Auch die Ausstellungsmethode, bei der die Geschichte der Stadt mit Dioramen und dazugeh\u00f6rigen Comics gezeigt wird, konnte sich sehen lassen. Im Vergleich zu gleichwertigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern  war das aus Historikersicht genau richtig und sprach offensichtlich auch die betroffenen Zielgruppen an. Im Anschluss ging es durch das alte Ford Richtung Berg Hakodate.  Sehr zu meinem Bedauern mussten wir diesen nicht besteigen, sondern eine Seilbahn erlaubte uns, mit rund 50 anderen Japanern den Weg nach oben zu nehmen. Die Nachtaussicht entsch\u00e4digte uns f\u00fcr alle Strapazen des Anstellens und Dr\u00e4ngelns. Einmal mehr fehlte uns aber die richtige Ausr\u00fcstung f\u00fcr die Fotos und 50 Euro f\u00fcr eines der durch Angestellte gefertigten Bilder lassen sich dann doch nicht mit unseren Pl\u00e4nen und Finanzen vereinbaren.<\/p>\n<p>Mit diesen beiden Pl\u00e4tzen haben wir nun alles von Hakodate gesehen, besonders das Nachtbild ist ber\u00fchmt. Morgen geht es deshalb in einen Nationalpark und danach geht es wohl in das bekanntere Sapporo. Trotz allem ist Hakodate eine Reise wert, wenn auch maximal f\u00fcr zwei Tage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hachinohe ist eine kleine Hafenstadt an der Nordk\u00fcste Japans. Vor fast genau zwei Jahren besuchten Dennis und ich diese Stadt, da wir in Ermangelung eines Railpasses auf Hokkaido verzichteten. Jetzt sollte dieses Vers\u00e4umnis nachgeholt werden. Mit dem Shinkansen ging es nach Hakodate. 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