{"id":3209,"date":"2012-08-03T22:48:59","date_gmt":"2012-08-03T20:48:59","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=3209"},"modified":"2012-08-12T00:07:27","modified_gmt":"2012-08-11T22:07:27","slug":"tag-3-das-kann-doch-nicht-weit-sein%e2%80%a6","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=3209","title":{"rendered":"Tag 3 &#8211; Das kann doch nicht weit sein?."},"content":{"rendered":"<p>Ein bekanntes Problem bei durch Dennis und mich veranstalteten Touren ist die Tatsache, dass Karten immer kleiner und ungef\u00e4hrlicher aussehen, als es die Strecken in der Realit\u00e4t sind. Als vor einigen Monaten in G\u00f6ttingen das Flugticket geholt wurde kam die Nachfrage, ob wir k\u00f6rperliche Beschwerden h\u00e4tten oder ob diese Pl\u00e4tze im Flugzeug f\u00fcr uns unbedenklich sind. F\u00fcr den Hinflug konnte ich es garantieren, f\u00fcr den R\u00fcckflug allerdings nicht mit hundertprozentiger Sicherheit, was die Verk\u00e4uferin verwunderte. Heute bewiesen wir erneut, warum f\u00fcr unsere k\u00f6rperliche Verfassung nie garantiert werden kann.<\/p>\n<p>Nach den langl\u00e4ufigen Gewaltm\u00e4rschen der letzten beiden Tage entschieden wir uns f\u00fcr etwas Entspannung. Ziel des heutigen Tages war Hakone. Hakone ist ein kleiner, in mehrere Stadtteile aufgeteilter Ort, welcher in der N\u00e4he des Fuji an einem See liegt. Bei klarem Wetter hat man einen grandiosen Blick auf den Fuji. Ausl\u00e4nder und auch Japaner, welche Entspannung vom Stress in Tokyo suchen, verbringen dort ihre Freizeit. Besonders die hei\u00dfen Quellen dieser Region sind dabei legend\u00e4r. Ruhe und Entspannung, dies sind wiederum zwei Worte, die in unserem Wortschatz nicht vorkommen. Nachdem wir unseren JR Pass das erste Mal f\u00fcr den Shinkansen eingeweiht hatten, erreichten wir den ersten Teilabschnitt von Hakone. Mit einer kleinen Eisenbahn ging es auf engsten Bergfaden langsam immer weiter in die H\u00f6he. Wir erreichten die Verbindung von der Eisenbahn zum See Ashi, mit Blick auf den Fuji. Diese Verbindung sollte eigentlich mithilfe einer Kabelbahn und einer Seilbahn geschehen, wir entschieden uns aber zu unorthodoxeren Mitteln, denn fahren kann schlie\u00dflich jeder. Wir beide beschlossen, dem Pfad entlang des Ortes zu folgen, welcher komplett gerade verlief und ein Verlaufen ausschloss. Warum kein einziger Japaner uns folgte erschien uns seltsam, aber mit der Zeit erschloss es sich uns doch. Wir folgten einem schmalen Weg, welcher nur bergauf ging. Bei 35-40 Grad Celsius und einer Steigung von 25 bis teilweise fast 40 Grad ging es auf eine H\u00f6he von knapp 1 Kilometer. Die Berge hatten gerufen und ich erinnerte mich schon leicht an die japanischen Alpen. Der Schwei\u00df floss und die Beine wurden schwerer. Eigentlich wollten wir in solchem Fall einfach an den Haltestellen in die Kabelbahn einsteigen. Doch wir hatten es geschafft, den Berg auf der falschen Seite zu besteigen und nur eine Abfahrt war m\u00f6glich. Es wollte sich partout kein \u00dcbergang finden lassen. Nun gut, so sind wir einige der wenigen Ausl\u00e4nder, die wohl jemals den Berg Hakone bestiegen haben. Schon alleine die Tatsache, dass es einen Berg mit dem Namen gibt, \u00fcberraschte uns. In unseren F\u00fchrern sah die ganze Strecke wie eine sch\u00f6ne Spaziertour aus.<\/p>\n<p>Unsere Anstrengungen sollten sich aber lohnen. Nachdem wir die Seilbahn erreichten, war ein Wandern keine Option mehr. Mit einigen Japanern ging es mit der Seilbahn in Richtung See. Unsere Mitfahrer wollten uns zwar einfach nicht glauben, dass wir gelaufen waren, aber wir hatten so wenigstens eine witzige Fahrt. Unterbrochen wurde die Fahrt von einer Reihe von Schwefelfeldern. Diese lie\u00dfen sich besichtigen, auch wenn ein Warnschild vor der Gef\u00e4hrlichkeit der D\u00e4mpfe der Felder f\u00fcr Kranke und Angeschlagene warnte. Da wir uns bis auf schwere Beine aber im besten Zustand befanden, folgten wir den Pfaden und lie\u00dfen es uns nicht nehmen, in echten Schwefelquellen gekochte Eier zu erstehen und gleich zu verspeisen. Das war ein sehr interessanter Geschmack, muss man sagen und so eine Gelegenheit konnten wir uns doch nicht entgehen lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp3009klein.jpg\" alt=\"imgp3009klein\" title=\"imgp3009klein\" class=\"alignleft size-full wp-image-3322\" \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp3017klein.jpg\" alt=\"imgp3017klein\" title=\"imgp3017klein\" class=\"alignright size-full wp-image-3323\" \/><br \/>\nWeiter mit der Seilbahn erreichten wir den See, der uns etwas entt\u00e4uschte. Trotz der genialen Temperaturen stand der Fuji im Nebel, wodurch die Sicht stark eingegrenzt war. Die Fahrt mit einem Schiff lohnte sich aber trotzdem. So gab es mal wieder ein Tor im Meer zu sehen, wie es auch in der N\u00e4he von Hiroshima auffindbar war. Ersch\u00f6pft ging es im Anschluss zur\u00fcck nach Tokyo, um mit unserer ersten Portion Ramen den Tag w\u00fcrdig zu beenden. Ein Wunder eigentlich, dass dieses einfache, aber f\u00fcllende Gericht bis heute nicht den Weg nach Deutschland gefunden hat. Wir w\u00fcrden es sehr begr\u00fc\u00dfen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein bekanntes Problem bei durch Dennis und mich veranstalteten Touren ist die Tatsache, dass Karten immer kleiner und ungef\u00e4hrlicher aussehen, als es die Strecken in der Realit\u00e4t sind. 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