{"id":3208,"date":"2012-08-03T22:48:27","date_gmt":"2012-08-03T20:48:27","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=3208"},"modified":"2012-08-12T00:18:12","modified_gmt":"2012-08-11T22:18:12","slug":"tag-2-wo-kommen-die-ganzen-baume-her","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=3208","title":{"rendered":"Tag 2 &#8211;  Wo kommen die ganzen B\u00e4ume her?"},"content":{"rendered":"<p>Tag 2 der Japantour und was geschieht als erstes? Die H\u00e4lfte des Teams verschl\u00e4ft! Egal, der Jetlag und das Alter der beiden Reisenden rechtfertigt das Geschehen &#8211; wir sind ja auch nicht mehr die J\u00fcngsten. Den Namen des Langschl\u00e4fers (Dennis) erw\u00e4hne ich jetzt der Gerechtigkeit wegen nicht. Die Morgenstunden sind gelaufen und wir befinden uns in einer Stadt, die viel zu bieten hat. Sie wurde aber in zwei vorherigen Besuchen schon gut erkundet, was also sollten wir machen? Der Kriegsrat entschied kurzfristig, die Gegend zu erkunden. Ganz in der N\u00e4he unseres Hotels befindet sich ein komischer Bau, welcher wohl als moderne Kunst zu bewerten ist. Eben jenes Geb\u00e4ude beinhaltet ein Museum zur Thematik Edo und Tokyo. Edo, der alte Name f\u00fcr die Stadt Tokyo, welches \u00fcbersetzt einfach Hauptstadt des Ostens bedeutet, wurde im neunzehnten Jahrhundert umbenannt. Gerade diesen Zeitraum habe ich auch in meiner Masterarbeit bearbeitet, deshalb erkl\u00e4rte sich  Dennis dankbarerweise bereit, das Museum mit mir zu besichtigen. <\/p>\n<p>Das Museum selber verteilt sich \u00fcber zwei Etagen und verf\u00fcgt \u00fcber eine Reihe von Nachbauten japanischer H\u00e4user der Epoche. Auch ansonsten befindet sich das Museum auf dem neuesten Stand der Technik. Audiovisuell braucht es sich vor keinem Museum der Welt zu verstecken und jederzeit stehen kostenlose F\u00fchrer bereit, um die Reisende in einer von sechs Sprachen durch das Museum zu f\u00fchren. Einziges Manko ist dabei  die Tatsache, dass keine dieser F\u00fchrungen in Deutsch stattfindet. Dies sollte uns nicht aufhalten, denn alle St\u00fccke sind gleichzeitig in Englisch beschriftet. Viele Selbstversuche lockern das Museum auf. Dies erlaubt auch Kindern, die Zeit dort zu genie\u00dfen. Dennis und mir hatte es dabei besonders ein Ausflugsfahrrad angetan. Es blieb nur die Frage:  Wer f\u00e4hrt und wer darf hinten sitzen?  <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp2748klein.jpg\" alt=\"imgp2748klein\" title=\"imgp2748klein\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3326\" \/><br \/>\nIm Anschluss an dieses gro\u00dfartige Museum ging es f\u00fcr uns beide nach Kamakura . Das ist eine der vielen alten Hauptst\u00e4dte Japans, die sich besonders durch eine gro\u00dfe Buddhastatue auszeichnet. Leider hatte ich die Stadt schon im letzten Jahr besucht und meine Bef\u00fcrchtungen besagten, dass ich mich etwas langweilen k\u00f6nnte. Dem war aber keinesfalls so. Wir stiegen etwas fr\u00fcher aus und folgten einem Wanderweg, der an f\u00fcnf alten Zen-Tempeln vorbeif\u00fchrte. Drei dieser Tempel besichtigten wir dabei. Das Spektrum der Tempel war sehr vielf\u00e4ltig. Es gab unter anderem einen Scheidungstempel. Wenn im Mittelalter Frauen dort drei Jahre verbrachten, durften sie sich trotz Scheidungsverbot scheiden lassen. Weiterhin gab es einen Tempel f\u00fcr  die Liebe und einen Tempel der Geldw\u00e4sche. Geldw\u00e4sche??? Moment, das hat in Deutschland aber einen faden Beigeschmack! Und in Japan weiht man daf\u00fcr einen Tempel? Tja, was sollen wir sagen, Japan ist halt manchmal etwas anders. In diesem Tempel flie\u00dft eine Quelle, die von einer Gl\u00fccksg\u00f6ttin geweiht wurde. Geld, das mit dem Wasser dieser Quelle gewaschen wurde, soll laut dem Volksglauben Gl\u00fcck bringen und sich im Wert verdoppeln. Viele Japaner waschen sogar Geldscheine im Wert von umgerechnet  100 Euro in der Quelle, f\u00fcr unser Gl\u00fcck belie\u00dfen wir es aber bei Kleingeld. Wenn uns nach dieser Tour das Gl\u00fcck nicht hold ist, wei\u00df ich auf jeden Fall auch nicht mehr. Problematisch an der Tour war eigentlich nur, dass sie sich zu einer Bergwanderung entwickelte. Es ging auf teils ungesicherten P\u00e4ssen nur hoch und runter und das bei einer trockenen Hitze, dass ohne regelm\u00e4\u00dfige Wasserversorgung wohl ein Kreislaufkollaps vorherzusehen gewesen w\u00e4re. Zum Gl\u00fcck k\u00f6nnen uns Wanderungen schon lange nicht mehr schocken und schon jetzt haben wir uns wohl mehr bewegt, als in den letzten zwei Wochen zuvor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp2923klein.jpg\" alt=\"imgp2923klein\" title=\"imgp2923klein\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3328\" \/><br \/>\nDen Abschluss des Abends bildete ein Restaurantbesuch. Anders als letzten Abend wollten wir keine Rentner vor der Schlie\u00dfzeit \u00e4rgern und kamen rechtzeitig in ein gut besuchtes Restaurant. Wie der Zufall so wollte, war ich vor einem Jahr mit meinen Eltern schon einmal dort. Dieses Mal fehlte uns aber ein \u00dcbersetzer. Auch die Tatsache, dass der Oberkellner seiner armen Angestellten bei unserem Eintritt ?Viel Spa\u00df, dass sind deine? w\u00fcnschte, half in der Sache \u00fcberhaupt nicht. Mit meinen Japanisch-Kenntnissen und der Frage nach den Favoriten der Kellnerin, bekamen wir aber eine sehr leckere Kombination von Grillg\u00fctern, welche wir im vollwertigen Holzkohlegrill vor unserer Nase selber grillen durften. Ein Grill zwanzig Zentimeter vor der eigenen Nase ist bei Abendtemperaturen von drei\u00dfig Grad \u00fcbrigens nicht so angenehm, wie man sich das vorstellt. Nachdem wir noch bei der \u00dcbersetzung f\u00fcr andere Ausl\u00e4nder mithalfen, hatten wir abgingen uns zwei K\u00f6che und der Oberkoch bei der Zubereitung unseres Essens bereitwillig zur Hand. Dies war normalerweise eine tolle Sache, da man bei einigen Sachen wie Shiitakepilze mit einer So\u00dfenf\u00fcllung oder Paprika mit Bonitoflockendip nicht unbedingt die Zubereitung kennt. Aber das elendige auf die Finger schauen beim Essen ist wirklich anstrengend. Gestern wurden wir ja schon von einer Person bei jedem Bissen gemustert, bei drei Leuten heute war es aber weitaus anstrengender. \u00dcbrig blieb neben einem vollen Magen vom leckeren Essen die Erkenntnis, dass mein Japanisch wenigstens zu ein paar Sachen gut ist. Es gab auch ganz viele Verbeugungen der Mitarbeiter, die erleichtert waren, uns \u00fcberstanden zu haben. Gleichzeitig waren sie auch dankbar f\u00fcr die Hilfe im Hinblick auf die restlichen Ausl\u00e4nder. So hatte Dennis nun endlich auch einmal ein Restaurant, welches eher nach seinem Geschmack war. In den letzten zwei Urlauben hatte ja mein Vegetarismus doch meist die Auswahl der Restaurants etwas gepr\u00e4gt .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 2 der Japantour und was geschieht als erstes? Die H\u00e4lfte des Teams verschl\u00e4ft! Egal, der Jetlag und das Alter der beiden Reisenden rechtfertigt das Geschehen &#8211; wir sind ja auch nicht mehr die J\u00fcngsten. 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Die Morgenstunden sind gelaufen und wir befinden uns &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=3208\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3208"}],"collection":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3208"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3208\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3327,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3208\/revisions\/3327"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}