{"id":3206,"date":"2012-08-03T22:47:33","date_gmt":"2012-08-03T20:47:33","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=3206"},"modified":"2012-08-12T00:34:31","modified_gmt":"2012-08-11T22:34:31","slug":"tag-1-%e2%80%93-japan-wir-kommen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=3206","title":{"rendered":"Tag 1 ? Japan, wir kommen."},"content":{"rendered":"<p>Am 30.07.2012 hatten meine Eltern die Freundlichkeit, uns zum Flughafen nach Hannover zu bringen. Zur Abwechslung gab es die g\u00fcnstigsten Fl\u00fcge \u00fcber Amsterdam bzw. Paris, wodurch unser erster Flug relativ kurz war. Zu meinem gro\u00dfen Leid war der Flug fast ausgebucht wodurch wir gezwungen waren, in einer Dreierreihe mit einem Japaner Platz zu nehmen. KLM ist in vielen Belangen nicht mit Ethiad vergleichbar. Die Ger\u00e4tschaften sind etwas \u00e4lter und die H\u00f6flichkeit ist bei Ethiad auch etwas st\u00e4rker als es bei diesem Flug war. Dies bedeutet aber nicht, dass KLM schlecht ist, in keinster Weise. Der Flug Richtung Japan verlief sehr angenehm und es gab keinen Grund zu klagen, au\u00dfer \u00fcber die sehr langsamen Bildschirme. Halt, doch eine Klage h\u00f6re ich da gerade von Dennis, dem der Vegetarierbonus nicht zusagte. Obwohl wir beide fast identische Essen erhielten, erhielt Dennis durch ungl\u00fcckliche Umst\u00e4nde sein Essen \u00fcber eine halbe Stunde sp\u00e4ter als ich. Das Essen war aber auf jeden Fall essbar und der Flug verlief sehr ruhig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp2446-klein.jpg\" alt=\"imgp2446-klein\" title=\"imgp2446-klein\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3271\" \/><\/p>\n<p>Der Flughafen in Amsterdam kann nicht unbedingt mit dem Flughafen in Abu Dhabi konkurrieren, aber er hat sehr nette Ecken. Es gibt zum Beispiel einen Abschnitt, der unter dem Motto \u00d6koentspannung steht. Gr\u00fcne W\u00e4nde, Vogelgezwitscher und eine Reihe von Rollrasenschlafwiesen laden zum Verweilen ein. Wenigstens diese Entspannungsoase war kostenfrei, \u00fcber die restlichen Preise verlieren wir lieber kein Wort. Wozu innerhalb der Transitareale noch die Bordkarte gescannt werden muss, wenn man nur ein Getr\u00e4nk kauft, brauchen wir wohl nicht verstehen. Daf\u00fcr trat Dennis den Spr\u00fcchen, ich w\u00fcrde gef\u00e4hrlich aussehen, entgegen. Beim Boarding kontrollierte der Flughafen erneut das Handgep\u00e4ck und lie\u00df die Flugg\u00e4ste durch einen Metalldetektor laufen. Vor mir mussten alle die Schuhe ausziehen, nur ich durfte sie \u00fcberraschend anbehalten. Dennis dagegen versuchte es ebenfalls mit Schuhen, wurde vom Sicherheitspersonal aber zur\u00fcck beordert und musste sie ebenfalls ausziehen. Ein weiteres Beispiel daf\u00fcr, wer gef\u00e4hrlich er aussieht!<\/p>\n<p>Um 8 Uhr japanischer Zeit und damit 19 Stunden ohne Schlaf, erreichten wir endlich Japan. Es schien, als wollte man uns gar nicht so recht ins Land lassen. Wir warteten ewig, bis unser Gep\u00e4ck doch noch als Letztes das Flugzeug verlie\u00df. Dies w\u00e4re nicht so schlimm gewesen, w\u00e4re nicht alle zwei Minuten ein Drogensp\u00fcrhund an unseren F\u00fc\u00dfen herumgelaufen. Wir k\u00f6nnen ja nichts f\u00fcr den Fu\u00dfgeruch nach dem Flug, da muss der Hund uns nicht immer noch darauf hinweisen! Jedenfalls war dies unsere einzige Erkl\u00e4rung, f\u00fcr den h\u00e4ufigen Besuch des Hundes.<\/p>\n<p>9.30 Uhr, nach \u00fcber einem Jahr betrat ich endlich wieder den geheiligten Boden Japans. Das obligatorische K\u00fcssen des Bodens lie\u00df ich aus Furcht vor den Blicken der anwesenden Japaner und Polizeibeamten lieber aus und daf\u00fcr begn\u00fcgten sich Dennis und ich mit den ersten Getr\u00e4nken auf japanischem Boden. Was w\u00e4re japanischer als ein Calpis? Ja, wir waren wirklich da und schafften es auch gleich in den Zug Richtung Ueno. Und das Ganze  ohne, wie Dennis und meine Eltern ein Jahr zuvor, von der Polizei abgefangen und kontrolliert zu werden. Unser Hotel liegt dieses Mal in der N\u00e4he der Sumohalle in Ryogoku. Das Hotel ist nicht gro\u00df, erf\u00fcllt aber unsere Anforderungen. Dadurch verl\u00e4ngerten wir den Aufenthalt gleich am ersten Tag noch um einen Tag. Neben der Sumohalle auf der anderen Seite der Stra\u00dfe, befindet sich ein Museum \u00fcber Edo und ganz in der N\u00e4he eines \u00fcber Feuerwerke. Dies alles entdeckten wir, als wir unsere Koffer untergestellt hatten und etwas die Gegend erkundeten. Vier Stunden sollten wir verbringen und wie w\u00e4re dies besser gemacht, als mit einem kleinen Gewaltmarsch in das zwei Eisenbahnstationen entfernte Akihabara. Akihabara war noch genau, wie wir es in Erinnerung hatten und eine gro\u00dfe Erkundungstour begann. Auf dem Weg verfranzten wir uns zwar, wir sahen aber auch einiges Neues und erstanden eine Uhr f\u00fcr Dennis. Mal schauen, wie der erste Batteriewechsel f\u00fcr ihn verl\u00e4uft. Die Uhr verf\u00fcgt \u00fcber eine Tagesanzeige in Kanji. Wehe dem Uhrmacher, der das falsch einstellt! F\u00fcr das wenige investierte Geld, kann sich die Uhr aber echt sehen lassen. Akihabara bewies einmal mehr, dass sich dort wirklich alles billiger finden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Nach dem Check In und einiger Zeit des Ausruhens, ging es doch noch einmal los f\u00fcr uns. Zwei Ziele galt es zu erreichen: den Magen f\u00fcllen und noch etwas sehen. Von unserem Hotel kann man den Tokyo Skytree sehen, was spricht also dagegen diesen zu besichtigen. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp2573klein.jpg\" alt=\"imgp2573klein\" title=\"imgp2573klein\" class=\"alignright size-full wp-image-3331\" \/>Gesagt, getan, nur sollten wir langsam mal lernen, dass der h\u00f6chste Turm der Welt vermutlich \u00fcberall gut zu sehen ist. Der Fu\u00dfmarsch wurde l\u00e4nger und l\u00e4nger und aus dem helllichten Tag wurde schon gegen achtzehn Uhr drei\u00dfig Nacht. Was nun, war die Frage. Dennis und ich beschlossen kurzfristig, dass uns etwas Dunkelheit nicht schocken kann und wir erreichten den Skytree gerade rechtzeitig, als seine Beleuchtung angeschaltet wurde. Im Allgemeinen w\u00fcrde ich schon alleine von den Kosten her weiterhin das Rathaus als Aussichtspunkt empfehlen, schon aufgrund der hohen Besucherdichte am neu errichteten Skytree. Aber der Ausblick aus \u00fcber 450 Metern war schon beeindruckend. Nur so bekommt man ein Gef\u00fchl von der nicht enden wollenden Stadt. Einziges Manko des beeindruckenden Arrangements auf dem Turm war unser unzureichendes Equipment. Auf der einen Seite sind Digitalkameras klein und handlich und f\u00fcr schnelle Schnappsch\u00fcsse super, in solchen Situationen wie hier verfluchten wir sie aber und w\u00fcnschten uns eine Spiegelreflex mit Stativ. Wie einige Japaner mit Handykameras oder gar I-Pad-Kameras dort etwas auf den Fotos sehen wollen, kann ich mir einfach nicht erkl\u00e4ren. W\u00e4re nicht schon die H\u00f6flichkeit und Freundlichkeit der Japaner klares Zeichen der R\u00fcckkehr in das Land der aufgehenden Sonne gewesen, hier im Turm w\u00e4ren wir endg\u00fcltig angekommen. \u00dcber 30 verschiedene Angestellte, alleine 15 f\u00fcr die zwei Etagen mit Fahrst\u00fchlen, haben wir gez\u00e4hlt. Mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen erz\u00e4hlten sie jedes Detail des Turms und klangen dabei immer motiviert und freundlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2012\/08\/imgp2526-klein.jpg\" alt=\"imgp2526-klein\" title=\"imgp2526-klein\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3332\" \/><\/p>\n<p>Mittlerweile war es nach neun und unsere M\u00e4gen meldeten sich. Was tun, denn in Japan schlie\u00dfen viele Gastst\u00e4tten zwischen neun und zehn. Kurzerhand marschierten wir nach Asakusa, welches das n\u00e4chste Stadtviertel am Skytree ist und Dennis und mir wie unsere Westentasche bekannt ist. Dort musste etwas Essbares zu finden sein. Schon der Weg verlief abenteuerlich, da ein von uns befragter Jugendlicher erst einmal alle auf der Stra\u00dfe befindlichen Japaner befragte, um uns garantiert den richtigen Weg weisen zu k\u00f6nnen. Unsere Bef\u00fcrchtungen sollten sich in Asakusa zudem auch noch bewahrheiten. Fast alle anst\u00e4ndigen Gastst\u00e4tten waren zu. Dennis und ich waren fast bereit, in einen Ramen-Schnellimbiss zu gehen, als unser Blick auf ein Okonomiyaki-Restaurant mit angeschaltetem Licht fiel. Wer es bis heute noch nicht mitbekommen haben sollte, Okonomiyaki ist so ziemlich mein Lieblingsessen, egal welcher K\u00fcche. Kurzentschlossen betraten wir das leere Restaurant und erkundigten uns nach etwas Essbarem. Ein alter Gro\u00dfvater stand uns mit seiner Frau gegen\u00fcber und erfragte, ob wir denn Japanisch k\u00f6nnen, sonst wird das nichts. Japanisch, da war doch was? Nat\u00fcrlich, ich hab meine Sprachbem\u00fchungen vom Ausw\u00e4rtsspiel mit B1, der zweith\u00f6chsten Sprachstufe, die man in G\u00f6ttingen erreichen konnte, angerechnet bekommen und es ist sogar die Sprache, die ich als zweite moderne Fremdsprache f\u00fcr meinen Master angegeben habe. Ob ich nach mehr als einem Jahr, in dem ich kaum gesprochen habe, aber noch in der Lage bin in ihr zu kommunizieren, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Todesmutig und hungrig, sagten wir aber zu und prompt wurde f\u00fcr uns die K\u00fcche noch einmal angeworfen. Daran, dass der Laden schon schlie\u00dffertig gemacht wurde, w\u00e4hrend wir auf das Essen warteten, erkannte man schon, dass man uns einen gro\u00dfen Gefallen tat. <\/p>\n<p>Okonomiyaki ist ein Gericht, wo man die Zutaten auf seinen Platz bekommt und selber zubereitet, genau wie in diesem Laden. Kurze Zeit nach unserer Bestellung sa\u00df der alte Herr also neben uns und lie\u00df uns kochen oder besser gesagt kochte f\u00fcr uns. Gleichzeitig wollte er sich unterhalten und in Aufbringung aller Kr\u00e4fte gelang es sogar, ein Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren. Dass man mein Japanisch lobte, m\u00f6chte ich in diesem Zusammenhang aber der japanischen H\u00f6flichkeit zuordnen. Frisch gest\u00e4rkt und mit vielen Verbeugungen und Gl\u00fcckw\u00fcnschen durch das alte Paar verabschiedet, ging es zur\u00fcck zum Hotel. Nat\u00fcrlich gab es die M\u00f6glichkeit zu fahren, aber wer f\u00e4hrt schon, wenn man laufen kann? Die Eink\u00e4ufe im 24-Stunden-Supermarkt gesattelt und zur\u00fcck ging es zum Hotel, es sind doch nur vier Stationen. Zwei Stunden und einen Marsch in die komplett entgegengesetzte Richtung sp\u00e4ter, erreichten wir um Mitternacht endlich unser Hotel, wo wir nur noch ersch\u00f6pft wieder einschliefen. Erschreckend ist, dass normalerweise ich f\u00fcr die ausgepr\u00e4gten Spazierg\u00e4nge, in denen nur die Richtung stimmen muss, zust\u00e4ndig war. Mittlerweile hat Dennis ebenfalls Geschmack an diesen gefunden und besonders die Abendtour zur\u00fcck zum Hotel verlief auf sein Gehei\u00df. Mein Einfluss ist also bemerkbar, ich bin stolz auf mich. Damit bleibt mir an dieser Stelle nur eines zu sagen: Wir sind wieder hier!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 30.07.2012 hatten meine Eltern die Freundlichkeit, uns zum Flughafen nach Hannover zu bringen. Zur Abwechslung gab es die g\u00fcnstigsten Fl\u00fcge \u00fcber Amsterdam bzw. 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