{"id":3205,"date":"2012-08-03T21:59:58","date_gmt":"2012-08-03T19:59:58","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=3205"},"modified":"2012-08-03T21:59:58","modified_gmt":"2012-08-03T19:59:58","slug":"verlangerung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=3205","title":{"rendered":"Verl\u00e4ngerung"},"content":{"rendered":"<p>Am 10. M\u00e4rz 2011 erhob sich ein Flugzeug vom Flughafen Tokyo Narita. An Bord hatte es einen armen Deutschen, der nach einem Jahr sein Austauschjahr hinter sich lassen sollte. Wie aber sollte man ein Jahr an Erfahrungen hinter sich lassen? Dieser Frage wollte er im anstehenden freien Monat nachgehen und sich dann frohen Mutes in das Abenteuer Masterarbeit st\u00fcrzen. Oft aber kommt es anders, als man denkt. <\/p>\n<p>Einen Tag sp\u00e4ter, ich befand mich gerade in Abu Dhabi, erfuhr ich von den Katastrophen, die Japan heimgesucht hatten. Aus der Eingew\u00f6hnung in Deutschland wurde nichts. Jeder Fernsehsender erinnerte mich regelm\u00e4\u00dfig an Japan. Der Kontakt mit den zur\u00fcckgeblieben alten Freunden wie Shimizu, Orsolya und Victoria wurde dringender als je zuvor. So startete meine letzte Phase des Studiums ohne wirkliche Erholung, sondern mit k\u00f6rperlicher Anwesenheit und vielen Gedanken an Japan. Viele mussten das ertragen, egal ob die tausend Geschichten \u00fcber das Land oder die anf\u00e4ngliche Zeit des nicht Meldens nach der R\u00fcckkehr, f\u00fcr die ich mich ja schon in einem vorherigen Blockeintrag entschuldigt habe.<br \/>\nIm Sommer fand mein bester Freund und Tutor aus Japanzeiten den Weg nach G\u00f6ttingen. Shimizu machte einen Monat Sprachkurs in G\u00f6ttingen und zeigte mir erneut, wie sehr ich alle wiedersehen m\u00f6chte. Auch der restliche Kontakt verl\u00e4uft intensiv wie eh und je und alle engeren Freunde  haben die Ungl\u00fcckszeit heil \u00fcberstanden. Mit Shimizus Abreise kam der Masterarbeitsstress und einige Zeit ging ins Land. Aber in mir wuchs immer st\u00e4rker der Wunsch, das Studium so aufzuh\u00f6ren, wie ich es angefangen habe: <\/p>\n<p>Vor sechs Jahren, im Juni 2006 entschlossen sich zwei Siemensianer, das letzte St\u00fcck Freiheit zu nutzen, welches ihnen vor dem Studium bleibt. Als Land ihrer Wahl entschieden sie sich f\u00fcr Japan, ein Land in der Zeit vor Sushi, Anime und Kagawas, welches nicht unbedingt zu den Standardl\u00e4ndern f\u00fcr Urlaubsreisen geh\u00f6rte. Als Belohnung f\u00fcr das Abi und zum Abschalten vor dem Studium stellt sich das Land als perfekt f\u00fcr die beiden Reisenden heraus. Dies ging soweit, dass einer der beiden vier Jahre sp\u00e4ter eine zweite Reise in das Land der aufgehenden Sonne unternahm. Dieses Mal sollte es aber gleich ein Jahr in der Millionenstadt Sendai werden. Sein alter Mitstreiter wiederum,  lie\u00df es sich nicht nehmen, ihm im August 2010 einen Besuch abzustatten. So also begann meine Verbindung mit Japan.<br \/>\nWer also w\u00e4re besser geeignet, mich auf meiner R\u00fcckkehr in das Land der aufgehenden Sonne zu begleiten, als Dennis? Wir beide haben seit kurzem unserer Studium absolviert, Dennis sogar schon seinen Mastertitel und eine Arbeit. Im Gegensatz zu 2006 ben\u00f6tigte ich dieses Mal noch nicht einmal zwei Monate, um Dennis von einer Reise zu \u00fcberzeugen. Eine SMS und schon stand er zu meiner Freude bereit.<\/p>\n<p>Es wird also Zeit, dass das Ausw\u00e4rtsspiel, welches mich zwischen 2010 und 2011 nach Japan brachte, eine Verl\u00e4ngerung findet. Ein Spiel hat neunzig Minuten. Wenn im Falle eines Pokalspiels in diesen neunzig Minuten kein Ergebnis erreicht wurde, findet eine zweimal f\u00fcnfzehn Minuten lange Verl\u00e4ngerung statt, in der der Sieger ermittelt werden soll. Nichts k\u00f6nnte unsere erneute Reise nach Japan besser beschreiben, als eine Verl\u00e4ngerung. Es wird ein Erinnerungstrip, aber auch ein Erkundungstrip, um neue Seiten und Orte in Japan kennenzulernen. Wie jede Verl\u00e4ngerung wird aus diesem Grund jeweils zwei Halbzeiten gespielt. Die erste Halbzeit umfasst meine Reise mit Dennis durch Japan. Es geht von Tokyo zum Tanabatafestival nach Sendai. Dann hoffen wir, dass es uns nach Hokkaido verschl\u00e4gt. Dies ist eine wundersch\u00f6ne Region, welche wir beide bisher leider noch nie besichtigen konnten. Nach 15 Tagen kehrt Dennis zur\u00fcck nach Deutschland, da ihm seine Arbeit keine l\u00e4ngeren Urlaube erlaubt. Ich selber werde noch bis zum 27. August meine Zeit in Sendai und Umgebung verbringen, einige der eingeforderten Besuche absolvieren und hoffentlich neue Erfahrungen sammeln. Von Shimizu \u00fcber Mayumi bis hin zu Orsolya hei\u00dft es zu sehen, was sich ver\u00e4ndert hat. In einem Jahr kann dies viel sein, wie mir meine gute Freundin Rieko beweist, die innerhalb eines Jahres heiratete, kurz in M\u00fcnchen lebte und nun stolze Mutter eines Sohnes ist und wieder in Akita bei ihren Eltern lebt.<\/p>\n<p>Was bleibt mir noch weiter \u00fcbrig als zu sagen, dass ich mich schon einmal f\u00fcr jeden Leser bedanke, der mir auf diesem Weg die Treue h\u00e4lt. Ich freue mich \u00fcber jeden Kommentar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. M\u00e4rz 2011 erhob sich ein Flugzeug vom Flughafen Tokyo Narita. An Bord hatte es einen armen Deutschen, der nach einem Jahr sein Austauschjahr hinter sich lassen sollte. Wie aber sollte man ein Jahr an Erfahrungen hinter sich lassen? 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