{"id":2981,"date":"2011-02-24T23:14:34","date_gmt":"2011-02-24T21:14:34","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=2981"},"modified":"2011-02-24T23:14:34","modified_gmt":"2011-02-24T21:14:34","slug":"der-kunde-ist-konig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=2981","title":{"rendered":"Der Kunde ist K\u00f6nig"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind jung, energisch und ein Mal weniger Schlaf wird uns nicht umbringen. Davon waren um 3 Uhr morgens noch alle Anwesenden, exklusive des deutschen Austauschstudenten, im B\u00fcro \u00fcberzeugt. Den Deutschen fragte keiner und er bekam auch nur die H\u00e4lfte mit, wozu lie\u00df man aber einen seiner Manager mitsprechen? Von der \u00dcberzeugung sah man drei Stunden sp\u00e4ter dann aber auf einmal nicht mehr viel. Bis auf den besagten Deutschen, der sich mit der Ermangelung seines Bettes mittlerweile abgefunden hatte und dadurch wieder fit geworden ist, hingen die anderen auf einmal stark in den Seilen, die Nacht war aber \u00fcberstanden. Was sollte es da besseres geben, als sich erst einmal in einen gesunden Zustand zu dopen. Zu diesem Zweck verwendet man hierzulande nicht etwa Kaffee, nein, es wurde die Misosuppe herausgeholt, die  Suppe gegessen und sich dann verabschiedet. Anschlie\u00dfend zogen die m\u00fcden Krieger ersch\u00f6pft von dannen, einige in dem Zustand, dass sie keinen Verabschiedungsformel mehr verlauten lassen konnten. Wir schrieben die Uhrzeit 7 Uhr morgens, wie gehe ich nun am besten vor? O.k., schlafen ist immer verlockend, aber will ich wirklich den gesamten Tag verschlafen? Mein Entschluss fiel eindeutig aus: nein, wer braucht schon Schlaf? Schlafen ist bekannterma\u00dfen eh \u00fcberbewertet und kurzerhand blieb ich wach und verbrachte die Zeit lieber damit, mein Zimmer auf Vordermann zu bringen.<\/p>\n<p>Ewig kann man aber nicht zuhause sitzen, auch wenn das bei Schlaf wohl der Fall gewesen w\u00e4re. Kurzerhand fuhr ich auf den Hauptcampus, wo Rieko schon bereit stand. Japanische Unis haben als Zugangsvoraussetzungen einen gro\u00dfen Aufnahmetest, der \u00fcber den gesamten Tag l\u00e4uft. Wo k\u00f6nnte man nun diesen Test besser machen, als in meiner Fakult\u00e4t? Aus diesem Grund war die Anspannung allen G\u00e4sten heute anzumerken und morgen ist die Fakult\u00e4t f\u00fcr uns auf jeden Fall nicht betretbar. Offensichtlich brauche ich f\u00fcr morgen also einen guten Plan, um mich anderweitig zu besch\u00e4ftigen. <\/p>\n<p>F\u00fcr heute stellte das aber kein Problem dar. Olga ist bald im Urlaub im Ausland und kommt erst nach meiner Abfahrt wieder, ein guter Grund um sich noch einmal zu treffen. Aus diesem Grund ging es f\u00fcr uns heute gemeinsam in ein Yakiniku, ein Fleischrestaurant. Um genau zu sein, handelte es sich um ein Fleischrestaurant, das ich schon einmal mit meinen Eltern besucht hatte. Schon dass Ausl\u00e4nder alleine in das Restaurant gehen, sorgte f\u00fcr Aufsehen und wir mussten viele Fragen, wie \u00fcber unser Verh\u00e4ltnis zueinander und unsere Herkunft, beantworten. Endg\u00fcltig hatten wir den Laden aber auf unserer Seite, als wir uns das Braten von Tintenfisch erkl\u00e4ren lie\u00dfen. Dessen wabblige Haut stellte einen Gegenstand dar, wo wir partout nicht wussten, wie wir es zubereiten sollten. Zu diesem Zweck rekrutierten wir kurzerhand den Besitzer des Restaurants und schon war der Tintenfisch perfekt. Zu diesem Zeitpunkt erkannte mich aber eine j\u00fcngere Mitarbeiterin und wir waren absolutes Thema Nummer eins. In einem Atlas (inklusive DDR eingezeichnet) mussten wir unsere Herkunftsorte zeigen und wir bekamen einiges an Fragen zu h\u00f6ren. Gleichzeitig half diese spontane Ber\u00fchmtheit aber extrem, den Magen von Olga und mir zu f\u00fcllen. Kurz vor Ende des Essens wurde uns auf einmal auf Kosten des Hauses ein Teller mit besonders hochwertigem Sendaifleisch, gleichzusetzen mit Koberind der hohen Preisklasse, gereicht. Diese \u00dcberraschung wurde mit einem Gr\u00fcnen-Tee-Eis am Ende des Essens abgeschlossen und nach dem Bezahlen bekamen wir beide noch eine komplette Kaugummipackung geschenkt. Eine langwierige Verabschiedung sp\u00e4ter hatten wir den Laden endlich \u00fcberstanden. Leckeres Essen, viele Zusatzgaben und eine 5-Minuten-Verabschiedung durch die Mitarbeiter, mit so etwas hatte Olga vor dem Besuch des Restaurants nicht gerechnet. Wenigstens hat es aber jetzt mal ein anderer Ausl\u00e4nder aus der N\u00e4he gesehen. Meine Mitstudenten glauben mir nie die absolute Hilfsbereitschaft, die manche Japaner an den Tag legen k\u00f6nnen. Bei mir dagegen klappt es regelm\u00e4\u00dfig. Vermutlich sehe ich hilfesuchend und verzweifelt genug f\u00fcr die Japaner aus, so dass sie sich alle f\u00fchlen, als ob sie helfen m\u00fcssen. Offensichtlich funktioniert es  und ich werde mich \u00fcber Hilfe bestimmt nicht beschweren, die kann ich immer gebrauchen.<br \/>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-2981 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1483-klein.jpg'><img width=\"150\" height=\"112\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1483-klein-150x112.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-2983\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1483-klein-150x112.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1483-klein-200x150.jpg 200w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1483-klein-300x225.jpg 300w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1483-klein.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2983'>\n\t\t\t\tFleisch zum Grillen\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1484-klein.jpg'><img width=\"84\" height=\"113\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1484-klein-84x113.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-2984\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1484-klein-84x113.jpg 84w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1484-klein-112x150.jpg 112w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1484-klein-168x225.jpg 168w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/imgp1484-klein.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 84px) 100vw, 84px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2984'>\n\t\t\t\tSendai Beef\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind jung, energisch und ein Mal weniger Schlaf wird uns nicht umbringen. 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