{"id":2615,"date":"2011-01-17T22:18:50","date_gmt":"2011-01-17T20:18:50","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=2615"},"modified":"2011-01-17T22:20:50","modified_gmt":"2011-01-17T20:20:50","slug":"fragen-sie-bitte-meinen-manager","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=2615","title":{"rendered":"Fragen Sie bitte meine Managerin!"},"content":{"rendered":"<p>Eine Schule besuchen und den Japanern etwas \u00fcber die Heimat erz\u00e4hlen, das Ganze hat sich auch zu gut angeh\u00f6rt. Heute fr\u00fch erhielt ich von Thomas auch die Ansage, dass ich den Job sicher habe und meine Vorfreude stieg. Anbei an der Mitteilung war auch der Hinweis, dass ich einen Fragebogen ausf\u00fcllen muss. Nichts leichter als das. Lieblingsber\u00fchmtheit in Japan? Shunsuke Nakamura, Honda und Hasabe. Die Richtung meiner Fragebogenantworten sollte damit schon relativ gesetzt werden. Besonders bei den Festen half mir Rieko anst\u00e4ndig aus, fehlten mir doch Ideen f\u00fcr mehr gro\u00dfe Feste in Deutschland. Dank ihres Hinweises \u00fcber Hexen in der Uni, kam ich auf die Walpurgisnacht, ein Thema was ein gr\u00f6\u00dferes regionales Fest ist und f\u00fcr Japaner sehr interessant sein k\u00f6nnte. Kaum hatte ich den Fragebogen fertig, erhielt ich einen Anruf von der Veranstalterin des gesamten Schulbesuches. Ausgezeichnet, k\u00f6nnte ich so etwa endlich erfahren, was mich dabei erwartet? Leider verlief das Gespr\u00e4ch nicht so wie erwartet und meine Gespr\u00e4chspartnerin war ziemlich schwer zu verstehen. Kurzerhand bekam Rieko das Handy in die Hand und ich f\u00fchlte mich wie ein Star. Die gro\u00dfe Stunde meiner Managerin war gekommen. Reiko bl\u00fchte f\u00f6rmlich auf, mir alle Informationen zu besorgen. Aber was f\u00fcr ein Schreck, alles sollte in Japanisch sein, auch der Frageteil, so hatte ich mit Thomas nicht gewettet. Kurzerhand wurde das Gespr\u00e4ch durch die beiden unterbrochen und mir die M\u00f6glichkeit der Kl\u00e4rung gegeben. Thomas klang aber sehr optimistisch, dass das alles sehr leicht wird und auch keine Vorbereitung ben\u00f6tigen wird. Solch ein Optimismus kann ansteckend sein und ich begann mich schon wieder auf den Event zu freuen, wollte bei meiner Zusage aber diesmal alles wissen. Wieder ging mein Management zu Werke. In k\u00fcrzester Zeit hatte sie alles heraus bekommen, aber was war das? Ich sollte 80 Minuten auf Japanisch tiefste fachspezifische Details vortragen? Ich kenne kaum jemanden, der als Ausl\u00e4nder dazu in der Lage w\u00e4re. Eine Option g\u00e4be es aber noch. Rieko beriet sich mit der Verantwortlichen und ich h\u00e4tte einen \u00dcbersetzer mitnehmen k\u00f6nnen. Shimizus Gesicht, als er begriff, was das f\u00fcr seinen Mittwoch bedeuten w\u00fcrde, war unbezahlbar und das Bild, was wir abgegeben h\u00e4tten, w\u00e4re es wohl sogar wert gewesen. Mit Shimizu kann ich zwar einiges unternehmen, aber diese 80 Minuten w\u00e4ren selbst f\u00fcr uns beide zu viel. Es h\u00e4tte wohl darin ge\u00e4ndet, dass Shimizu einfach irgend etwas berichtet h\u00e4tte. So musste ich schweren Herzens also doch absagen, bekam aber das Versprechen, n\u00e4chstes Mal sofort angerufen zu werden, wenn es so etwas noch einmal gibt. Wobei, das ist nicht richtig, meine Managerin wird sofort angerufen, schlie\u00dflich fand die Verantwortliche die Gespr\u00e4che mit Rieko so interessant.<\/p>\n<p>Na ja, im Endeffekt bleibt zu vermelden, mal verliert man und mal gewinnen die anderen. Man kann nicht immer Gl\u00fcck haben. Vielleicht klappt es ja in der Zeit nochmal. Ich bin auf jeden Fall froh, dass Rieko alles gekl\u00e4rt hat. 80 Minuten h\u00e4tte ich auf jeden Fall nur mit meinem gesamten Beraterstab auf Japanisch f\u00fcllen k\u00f6nnen. Eine Kombination aus meinem Betreuer, Shimizu und Rieko h\u00e4tte wohl Wunder gewirkt. Aber nicht alles ging so kolossal schief. Nein eher war der Tag sehr interessant. Zum einen nutzten wir die Abwesenheit der meisten Studenten, um eine lustige vier Personen Gespr\u00e4chsrunde zu betreiben, die ziemlich informativ wurde. Zum anderen wurde mir Sendai-ban, der \u00f6rtliche Dialekt n\u00e4her gebracht. Dialekte sind in Japan nicht so weit verbreitet, wie in Deutschland, wo fast jede Stadt ihren eigenen hat. Aber Sendai hat einen eigenen. Daneben gelten eigentlich nur noch der Osaka- und Hiroshima-Dialekt als besonders schlimm und schwer zu verstehen. Nun kann ich gerade mal einfaches Japanisch, schon wird es wieder versaut. So schlecht machte ich mich auf jeden Fall nicht, den gr\u00f6\u00dften Lacher hatte ich aber mit Deutsch auf meiner Seite. An der T\u00fcr klopfte es und der Klopfer kam trotz rufen nicht in den Raum. Entnervt, dass Japanisch nicht wirkte, rief ich ?herein?. Wie sich herausstellte, ist dieses Wort von der Aussprache aber fast identisch mit dem echten Sendaier Einlassruf. Wer hat sich da wohl von wem inspirieren lassen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Schule besuchen und den Japanern etwas \u00fcber die Heimat erz\u00e4hlen, das Ganze hat sich auch zu gut angeh\u00f6rt. Heute fr\u00fch erhielt ich von Thomas auch die Ansage, dass ich den Job sicher habe und meine Vorfreude stieg. Anbei an der Mitteilung war auch der Hinweis, dass ich einen Fragebogen ausf\u00fcllen muss. 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