{"id":2536,"date":"2011-01-08T18:32:15","date_gmt":"2011-01-08T16:32:15","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=2536"},"modified":"2011-01-08T19:34:44","modified_gmt":"2011-01-08T17:34:44","slug":"die-ruckkehr-der-japanisch-deutschen-gemeinschaft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=2536","title":{"rendered":"Die R\u00fcckkehr der japanisch &#8211; deutschen Gemeinschaft"},"content":{"rendered":"<p>Endlich, zwar haben sich Rieko und Kazaoka noch nicht in Sendai eingefunden, das gef\u00e4hrlichste Paar der deutschen Literatur kann daf\u00fcr endlich wieder gemeinsam Unternehmungen starten. Richtig geraten, Shimizu hat den Weg zur\u00fcck nach Sendai gefunden. Man kann sich meine Freude gar nicht vorstellen, als ich sein auff\u00e4lliges Outfit heute Mittag in der Mensa erblickt habe. Gut, mittlerweile spreche ich auch mit den anderen Leuten in meinem B\u00fcro ausgiebiger, aber mit Shimizu ist das Ganze noch etwas anderes. In der Mensa war ich zu dem Zeitpunkt aus einem ganz anderen Grund. Ein zweiter alter Bekannter ist endlich zur\u00fcck. Alex ist vor kurzem wieder aus dem Heimaturlaub zur\u00fcck gekommen und so trafen wir uns zum Mittag, um Neuigkeiten auszutauschen. Interessant wurde dieses Treffen aber besonders aus einem anderen Grund. Alex berichtete von dem neuesten Fall der Ger\u00fcchtek\u00fcche der Tohoku Universit\u00e4t. In diesem Fall ist ein Koreaner aus seinem B\u00fcro betroffen. Der Koreaner lebte mit seiner Freundin hier zusammen in einer Wohnung und als sein Chef in Korea das erfuhr, wurde ihm kurzerhand das Stipendium gestrichen und er musste in die Heimat zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck zu Shimizu. Ich hatte auch sofort eine Aufgabe f\u00fcr ihn. Meine Kamera ist zwar noch relativ neu, hat auf meinen Reisen aber schon eine Macke abbekommen. Da ich daf\u00fcr noch Garantie habe beschloss ich kurzerhand, sie testen zu lassen. Also rief Shimizu bei Pentax an und gab sich f\u00fcr mich aus. W\u00e4hrend Shimizu nun alles versuchte, um mein Problem anst\u00e4ndig darzulegen und eine L\u00f6sung finden zu lassen, belauschte aus der Entfernung mein zweiter Betreuer das Schauspiel und bekam einen Lachanfall. Laut seiner Ansicht werden die Japaner aus allen Wolken fallen, wenn sie mich noch einmal anrufen und ich sie nicht so verstehe. Trotzdem w\u00e4re Shota Reik Shimizu, wie er mittlerweile von unserem Betreuer manchmal genannt wird, wenn wir wieder einmal Identit\u00e4ten wechseln sollten und f\u00fcr den anderen sprechen, seiner Meinung nach so langsam ein gutes Doubel. F\u00fcr die Verwunderten: Shimizu ist in Wirklichkeit Shimizus Nachname. In Japan wird der aber selbst unter Freunden fast immer als normale Anrede verwendet. Da Shimizu seinen Vornamen nicht unbedingt mag, da er zu h\u00e4ufig ist, habe ich ihn bisher auch \u00e4u\u00dferst selten in diesem Blog verwendet. Herr Kawamura wird sich aber auf alle F\u00e4lle schon wundern, wenn wir das in der Pr\u00fcfungszeit noch wahr machen und ich Shimizus Rolle \u00fcbernehme und seine Klausuren schreibe, w\u00e4hrend er meine schreibt. F\u00fcr die Unterschiede im Aussehen, finden wir schon eine Erkl\u00e4rung. Die Kamera wird jetzt auf jeden Fall gecheckt und morgen fr\u00fch wird sie von meiner Wohnung abgeholt. Es ist also nicht wie zum Beispiel bei Acer, wo man selbst verschicken muss und hoffen, dass es schnell ankommt, hier wird es noch pers\u00f6nlich abgeholt. Nein, es ist sogar noch so, dass man fragte, ob ein abholen morgen auch o.k. w\u00e4re. Sie h\u00e4tten es heute auch noch organisiert, das w\u00e4re aber aufwendiger. Das war nat\u00fcrlich kein Problem f\u00fcr mich. Alles ist besser, als den Versand bei der Post selbst zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Am Abend ging es dann zum shoppen in die Innenstadt. Ein paar Kleinigkeiten fehlten mir noch. Da ich bei einem Laden warten musste, beschloss ich meine Zeit in einer der naheliegenden Arkaden zu verbringen. Ich beobachtete Spieler in einer Spielhalle. Selbst spielen wollte ich zwar nicht, aber zuschauen kann ja auch interessant sein. Die Japaner machten mir aber auf jeden Fall Angst. In der unteren Etage war alles mit Greifautomaten zugestellt und ich beobachte 5 Spieler, die allesamt anscheinend spiels\u00fcchtig waren. Die Spiele sind nat\u00fcrlich immer nur mit einem Trick zu gewinnen, aber alle 5, die ich beobachtete, wollten sich mit ihren Niederlagen nicht abfinden. 3 haben es dabei geschafft, in 15 Minuten f\u00fcr Statuen, die normalerweise maximal 50 Euro im benachbarten Gesch\u00e4ft kosten, rund 100 Euro zu verschleudern. Daf\u00fcr, dass es sich um normale Spa\u00dfg\u00e4ste handelte und nicht um Vertreter der Spezies Spieler, war das schon eine traurige Bilanz. Zum Gl\u00fcck interessieren mich derartige Spiele kaum, so dass mir so eine Suchterscheinung erspart bleibt, trotzdem ist es schon be\u00e4ngstigend. Aber es erkl\u00e4rt auch den Perfektionismus der Japaner bei fast allen Arten von Wettkampf. Wer w\u00fcrde sonst bei irgendwelchen Tanzspielen die Reihenfolge des Tanzes auswendig lernen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich, zwar haben sich Rieko und Kazaoka noch nicht in Sendai eingefunden, das gef\u00e4hrlichste Paar der deutschen Literatur kann daf\u00fcr endlich wieder gemeinsam Unternehmungen starten. Richtig geraten, Shimizu hat den Weg zur\u00fcck nach Sendai gefunden. 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