{"id":2460,"date":"2010-12-28T21:09:02","date_gmt":"2010-12-28T19:09:02","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=2460"},"modified":"2010-12-28T21:09:02","modified_gmt":"2010-12-28T19:09:02","slug":"einmal-gekocht-bitte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=2460","title":{"rendered":"Einmal gekocht bitte"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin ganz ruhig und entspannt, ich plane nichts, ich ?? verdammt warum riecht hier alles so angebrannt? Es gibt viele Sachen, die ich in Japan schon mitgemacht habe. Eine, die ich bisher immer vermieden habe, ist die japanische Tradition der Onsen. Wie der Zufall so will, hat sich aber ein alter Bekannter in Sendai eingefunden. Felix ist zur\u00fcck. Nicht wirklich zur\u00fcck, aber immerhin im Urlaub in Sendai. In seinen letzten Tagen in Japan ist er im Sommer noch mit Marisabel zusammen gekommen und die besucht er jetzt gerade. Gestern gab es ihm zu Ehren auch schon eine \u00dcberraschungsparty mit mehreren Nomihodais und Karaoke. Aufgrund der Planung und eines gewissen \u00c4rgers, weil Katoh x Leute zu einer Feier der engsten Freunde eingeladen hatte, die eigentlich \u00fcberhaupt noch nicht hier waren, als Felix das Land verlassen musste, hatte ich diese Feier gestern verpasst. Gl\u00fccklicherweise ist es aber nicht die einzige Chance, ihn zu treffen. Heute schon sollte es die zweite geben. Ein Besuch einer hei\u00dfen Quelle, einer sogenannten Onsen, in der N\u00e4he von Sendai war angesagt. Ob die Fahrt aber stattfindet, war lange Zeit gar nicht so klar. Wie es aussah, war die gestrige Party doch etwas feuchtfr\u00f6hlicher als alle gedacht hatten und alle sahen heute etwas blasser um die Nasenspitze aus. Trotzdem schaffte es aber jeder zum vereinbarten Zeitpunkt zum Bahnhof.<\/p>\n<p>Was muss man sich unter einer Onsen eigentlich genau vorstellen? Japan als Vulkaninsel hat nat\u00fcrlich genug hei\u00dfe Quellen und aus diesem Grund gibt es \u00fcberall auf der Insel \u00f6ffentliche B\u00e4der, die aus den Vulkanquellen gespeist werden. Besonders alte Japaner schw\u00f6ren auf diese B\u00e4der und die Temperaturen k\u00f6nnen schon zwischen 40 bis 70 Grad Celsius betragen. Das ist aber genau der Grund, warum ich sie bisher erfolgreich gemieden habe. Ich bekomme schon bei normalen \u00f6ffentlichen B\u00e4dern einen Hitzeschock, was soll das erst in einer Onsen werden? Es war aber auf alle F\u00e4lle sehr lustig. Schon am Bahnhof wurden wir von einem Bus abgeholt und los konnte es gehen. Man bekommt eine Yukata, mit der man sich durch das Geb\u00e4ude frei bewegen kann und es gibt verschiedene hei\u00dfe Quellen, die man besuchen kann. Leider war es heute aber dort zu voll, so dass ich auf Fotos leider verzichten musste. Bevor man eine hei\u00dfe Quelle betritt, reinigt man sich erst einmal gr\u00fcndlich. Dazu wird wirklich alles aufgeboten und sogar Rasierer und Ohrreiniger liegen f\u00fcr die Reinigung bereit. Anschlie\u00dfend \u00fcbergie\u00dft man sich mit dem hei\u00dfen Wasser und betritt das eigentliche Bad. Verdammt, ist das warm! Da kommt das Blut schon in Bewegung, wenn die Quelle 50 Grad hat. Ich will gar nicht wissen, wie die noch hei\u00dferen Quellen sich anf\u00fchlen! Das Highlight sind aber die Au\u00dfenb\u00e4der. Alles ist von Schnee bedeckt und es ist richtig kalt. Auf der anderen Seite muss man wegen des hei\u00dfen Wassers mit sich k\u00e4mpfen, drin zu bleiben. Ein Onsenbesuch ist aber auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich demn\u00e4chst mal wiederholen werde (dann hoffentlich auch mit Bildern), denn eine gewisse Entspannung l\u00e4sst sich danach schon feststellen. Noch mehr l\u00e4sst sich aber die Anstrengung feststellen, wenn man die Onsen verl\u00e4sst. Der ganze K\u00f6rper ist matt, von der Anstrengung der hohen Hitze, trotzdem f\u00fchlt man sich gut. Was uns allerdings sehr hart getroffen hat war, dass die Japaner uns gemieden haben, wo sie nur konnten. Sobald sie uns in den B\u00e4dern gesehen haben, sind sie wieder gegangen und haben ein anderes Bad aufgesucht. So schlimm waren wir dann auch nicht und wir haben auch alle Regeln eingehalten.<\/p>\n<p>Nicht alle Regeln eingehalten hat Rieko, die bei ihrer Zusammenfassung der Magisterarbeit angeblich mit 6 Seiten zu viel geschrieben hat. Eine 80 Seiten Arbeit auf 6 Seiten zu reduzieren ist schon beachtlich genug, die deutsche Professorin wollte es aber auf drei runter haben. Man kann sich Riekos Freude vorstellen, als sie mir das per SMS mitteilte. Kurzerhand war es aus mit meiner Ruhe. Da ich gerade wieder in Sendai angekommen war, sprang ich aufs Rad und auf ging es zur Rettung und Beruhigung. Mit einigen Mitteln gelang uns eine gewisse K\u00fcrzung, wirklich bef\u00fcrworten kann ich die aber nicht. So war mein entspannter Tag aber schon viel zu fr\u00fch zu Ende, da ich bis 22 Uhr auf einmal noch in der Uni sitzen durfte und ihr beim Umschreiben geholfen habe. Jetzt sollte es aber wirklich langsam mal zu Ende sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin ganz ruhig und entspannt, ich plane nichts, ich ?? verdammt warum riecht hier alles so angebrannt? Es gibt viele Sachen, die ich in Japan schon mitgemacht habe. Eine, die ich bisher immer vermieden habe, ist die japanische Tradition der Onsen. 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