{"id":1932,"date":"2010-10-29T02:25:02","date_gmt":"2010-10-29T00:25:02","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=1932"},"modified":"2010-10-29T02:28:39","modified_gmt":"2010-10-29T00:28:39","slug":"gajin-invasion","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1932","title":{"rendered":"Gajin Invasion"},"content":{"rendered":"<p>Die Idee klang gut, fr\u00fch ins Bett gehen und morgens in aller Ruhe nach Tokyo fahren. Leider kam es, wie es kommen musste und das fr\u00fch ins Bett gehen wurde von meiner Seite aus unerfindlichen Gr\u00fcnden nicht eingehalten. Wobei, so unerfindlich waren die gar nicht. Die Verabschiedung von Carmen und die letzten organisatorischen Planungen f\u00fcr die Reise haben doch Priorit\u00e4t gehabt. So kam es, wie es kommen musste und beim Aufstehen um f\u00fcnf Uhr morgens war es um meine Fitness nicht all zu weit bestellt. Egal, mit schnellen Schritten wurde der Bus erreicht und zur Abwechslung sogar mal nicht drei Minuten vor der Abfahrt. Wieso planen aber die Japaner diese Busse so bescheiden? Man sieht einen nicht japanischen Namen, wieso bekommt der dann als einziger einen Nachbarn zugeordnet? Wirklich, in jeder Reihe des Busses sa\u00df jeweils nur eine Person, nur ich hatte einen japanischen Gesch\u00e4ftspartner als Nachbarn. Dementsprechend litt meine Meinung \u00fcber die Fahrt etwas. Auf der anderen Seite scheine ich mich mittlerweile besser an diese Bustouren zu gew\u00f6hnen. Woran ich mich dagegen nicht so schnell gew\u00f6hnen werde, ist der pl\u00f6tzliche K\u00e4lteeinbruch. Gestern bei Carmen ging es schon fast gar nicht mehr ohne hei\u00dfe Getr\u00e4nke. Tokyo liegt ja nun etwas s\u00fcdlicher und ich hatte die leise Hoffnung, dass es besser wird, aber dem war nat\u00fcrlich nicht so. Man kann nur hoffen, dass meine Eltern warme Sachen dabei haben.<\/p>\n<p>16 Uhr war es dann aber soweit. Ich hatte es rechtzeitig nach Narita geschafft und meine Eltern erschienen. Sie haben es wirklich irgendwie durch die Zollformalit\u00e4ten geschafft und das erste Mal einen Schritt ins nicht europ\u00e4ische Ausland gemacht. Die Japaner lie\u00dfen es sich auch nicht nehmen, ihnen einen herzlichen Empfang zu bereiten. Sie waren noch keine 5 Minuten da, schon fanden wir uns von grimmig schauenden Polizisten bedr\u00e4ngt, die doch mal unsere Ausweise sehen wollten. Eine ziemliche Diskriminierung, betrachtet man, dass nur klar erkennbare Ausl\u00e4nder kontrolliert wurden. Wenigstens wissen meine Eltern jetzt gleich mal, wie es mir immer geht. Nachdem dies \u00fcberstanden war, konnte es in einem total \u00fcberf\u00fcllten Zug Richtung Hotel gehen. Ich wei\u00df ja nicht, was die Erbauer sich bei diesem gedacht haben, aber mich erinnert es irgendwie an ein Gef\u00e4ngnis. Nichts gegen die R\u00e4ume und den Service, aber der Flur ist nur ein schmaler Streifen und in der Mitte ist eine gro\u00dfe freie Fl\u00e4che, die noch nicht einmal mit einem anst\u00e4ndigen Dach versehen ist, dementsprechend regnete es heute da lautstark runter. Der Architekt wird aber ein guten S\u00fcmmchen daf\u00fcr erhalten haben. Da der Tag aber schon ziemlich abgelaufen war, ging es nur noch zusammen zum Okonomiyaki essen. Arbeiten beim Essen ist das eine, aber dann nicht mal anst\u00e4ndig sitzen k\u00f6nnen, da es sich um die typischen 20 cm hohen japanische Tische handelt, war eine interessante Erfahrung, auch f\u00fcr meine Eltern. Wenigstens haben sie drei Sachen schon mal erleben d\u00fcrfen: hoffnungslos \u00fcberf\u00fcllte Z\u00fcge, f\u00fcr Europ\u00e4er ungeeignete Inneneinrichtung und willk\u00fcrliche Polizisten. Vor allem letztes ist aus meiner Sicht ein gro\u00dfes Problem. Wenn von einem alle Daten aufgenommen werden, ohne dass man irgend etwas gemacht hat, ist das schon ein komisches Gef\u00fchl. Trotzdem ist dieses Vorgehen hierzulande gegen\u00fcber Ausl\u00e4ndern normal. Zum Gl\u00fcck gab es aber nicht nur diese negativen Ersteindr\u00fccke f\u00fcr meine Eltern, sondern auch positive, wie ein ziemlich leckeres Essen. Und morgen zeige ich ihnen dann das echte Japan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee klang gut, fr\u00fch ins Bett gehen und morgens in aller Ruhe nach Tokyo fahren. Leider kam es, wie es kommen musste und das fr\u00fch ins Bett gehen wurde von meiner Seite aus unerfindlichen Gr\u00fcnden nicht eingehalten. Wobei, so unerfindlich waren die gar nicht. Die Verabschiedung von Carmen und die letzten organisatorischen Planungen f\u00fcr &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1932\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1932"}],"collection":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1932"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1932\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1932\/revisions\/1936"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}