{"id":1602,"date":"2010-09-17T21:10:31","date_gmt":"2010-09-17T19:10:31","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=1602"},"modified":"2010-09-18T18:03:35","modified_gmt":"2010-09-18T16:03:35","slug":"der-tag-der-deutschen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1602","title":{"rendered":"Der Tag der Deutschen"},"content":{"rendered":"<p>Wer erinnert sich noch mit Genuss an die guten alten Tage, als Computer noch echte Computer waren? Plug&#038;Play, vorinstallierte Treiber, einen USB-Stick einfach anschlie\u00dfen und Daten drauf schieben? Nicht so bei Windows 98 und nach jeder \u00c4nderung bitte gleich noch das Betriebssystem neu starten. Ja, die guten alten Zeiten vor der Verweichlichung durch Windows XP, Vista und 7, man musste noch wirklich etwas tun. Genau an diese Zeiten wurde ich heute erinnert. Die deutsche Professorin hat noch einen sehr alten PC in ihrem Zimmer stehen, der eigentlich nur noch bereit steht, weil ihre alten E-Mails von 1999 bis 2003 noch auf ihm zu finden sind und sie diese noch ben\u00f6tigt. Alle Assistenten in den letzten sieben Jahren haben es nicht geschafft, diese Daten zu retten. Also wurde die Hilfe durch deutsches Know-How erbeten. Keine leichtere Sache als das, eigentlich. Leider erreichte der Mailordner eine Gr\u00f6\u00dfe von 160 MB, eine Gr\u00f6\u00dfe, die auf handels\u00fcbliche Disketten nicht passt. Einen CD-Brenner besa\u00df der Rechner nat\u00fcrlich auch nicht, dementsprechend war guter Rat teuer. Zum Gl\u00fcck befindet sich im Besitz dieser Professorin noch ein 256 MB USB-Stick. Jetzt blieb nur noch eine Frage: Wie \u00fcberzeuge ich eine japanische Windows 98 Version, einen USB-Stick zu lesen? Mit viel \u00dcberzeugungsarbeit bekam ich einen USB-Treiber auf eine Diskette geschoben. Schon alleine den Treiber ausfindig zu machen, war ein Ding der Unm\u00f6glichkeit. Als nun die Meldung erschien, &#8222;bitte die Windows 98 CD einlegen&#8220;, war es ganz aus. Wer hat bitte noch eine derartige CD griffbereit? In der Philosophischen Fakult\u00e4t auf jeden Fall keiner und so lag es an mir, einen Ausweg zu finden. Mit ganz viel Trickserei gelang es doch noch, den USB-Stick zum Laufen zu bekommen und in k\u00fcrzester Zeit die E-Mails zu retten. Endlich kann der mehr als 10 Jahre alte Rechner in Rente gehen.<\/p>\n<p>Als ich zwanzig Uhr endlich mit allen Computerarbeiten fertig war, kam ein Anruf von Orsolya. Das Oktoberfest hat angefangen, im September. O.k. im September, die Japaner lernen es vermutlich nicht mehr. Das Fest  pr\u00e4sentierte sich noch gr\u00f6\u00dfer als im Juni. Diesmal gibt es sogar eine Ma\u00df. Die Frage die sich stellt ist nur, wer bereit ist, daf\u00fcr fast 25 Euro zu bezahlen? Die Japaner! Was frage ich \u00fcberhaupt so d\u00e4mlich? Auch W\u00fcrstchen und andere nicht immer deutsche Spezialit\u00e4ten gingen zu  sehr \u00fcberh\u00f6hten Preisen \u00fcber den Ladentisch. Wirklich deutsches Essen gab es nur in einer H\u00fctte. Marias Gasthaus hat f\u00fcr zwei Tage des Festes einen Stand ge\u00f6ffnet. Maria, eine Bayerin, ist eine resolute \u00e4ltere Dame, die seit \u00fcber 15 Jahren mit einem Japaner verheiratet ist und an der Stadtgrenze einen Gasthof betreibt. Perfekt f\u00fcr ein wenig Smalltalk, besonders da sie meine Professorin kennt und mir ein wenig \u00fcber sie berichtete. Auff\u00e4llig war auf jeden Fall die Bierbegeisterung der Japaner. Trotz des Preises von bis zu 10 Euro f\u00fcr ein Einbecker, tranken die Leute begeistert bis zum Umfallen. Auch die passenden Trachten wurden von Einigen getragen.<\/p>\n<p>Aber auch weiter blieb es ein Tag der Deutschen. Thomas erschien und lud uns auf ein Fest am Samstag ein. Ein Freibier inklusive, da er f\u00fcr den Bierausschank zust\u00e4ndig ist. \u00dcber die Auskunft der Industriespionage des zweiten Tayakistandes am\u00fcsierte er sich nur und will demn\u00e4chst einmal den Vergleich wagen. Auch die diesmal echt Bayrische Band war \u00fcber das Erscheinen von echten Deutschen \u00fcberrascht und lud uns ein, an einem der n\u00e4chsten Tage mal ein Freibier mit ihnen zu trinken. Immerhin stellten wir eine angenehme Abwechslung zu den kreischenden Japanerinnen dar, die angehoben werden wollten oder einfach nur Fotos (und teilweise mehr) mit den gro\u00dfen Deutschen wollten. Die interessanteste Begegnung des Abends war aber eine Deutsch-Finnin, der ich bei dem Interviewteil ihrer Masterarbeit ein wenig mit Rat zur Seite stehen kann. Eine M\u00f6glichkeit, meine Kontakte etwas zu vergr\u00f6\u00dfern und eventuell R\u00fcckschl\u00fcsse f\u00fcr meine eigenen Forschungen zu ziehen, was will man mehr?<br \/>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1602 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1780-klein.jpg'><img width=\"150\" height=\"112\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1780-klein-150x112.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1780-klein-150x112.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1780-klein-199x150.jpg 199w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1780-klein-299x225.jpg 299w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1780-klein.jpg 533w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1781-klein.jpg'><img width=\"150\" height=\"112\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1781-klein-150x112.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1781-klein-150x112.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1781-klein-199x150.jpg 199w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1781-klein-299x225.jpg 299w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1781-klein.jpg 533w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1782-klein.jpg'><img width=\"150\" height=\"112\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1782-klein-150x112.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1782-klein-150x112.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1782-klein-199x150.jpg 199w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1782-klein-299x225.jpg 299w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/imgp1782-klein.jpg 533w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer erinnert sich noch mit Genuss an die guten alten Tage, als Computer noch echte Computer waren? 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