{"id":1564,"date":"2010-09-09T20:58:31","date_gmt":"2010-09-09T18:58:31","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=1564"},"modified":"2010-09-09T20:58:31","modified_gmt":"2010-09-09T18:58:31","slug":"nur-kurz-shoppen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1564","title":{"rendered":"Nur &#8222;kurz&#8220; Shoppen"},"content":{"rendered":"<p>Wir gehen nur ein wenig Einkaufen und dann geht es auch gleich nach Hause. Ich sollte es mit 24 Jahren wirklich mittlerweile gelernt haben, wenn eine Frau diese Worte verwendet, kann man den Tag eigentlich schon abschreiben. Als Orsolya heute rief, verdr\u00e4ngte ich solche ketzerischen Gedanken aber ganz schnell aus meinem Kopf, ein gro\u00dfer Fehler. Diese Tatsache wurde mir schmerzhaft bewusst, als wir um 20.30 Uhr  immer noch durch Gesch\u00e4fte tigerten. Erst mal hie\u00df es, einen MP3-Player zu finden. Ich muss sagen, ich verstehe die Japaner nicht ganz. Mein MP3-Player aus Deutschland hat 30 verschiedene Sprachen, darunter auch Japanisch. Wieso hat der baugleiche MP3-Player hier dann gar keine Sprachauswahl? Aber auch noch andere Sachen wollten besorgt werden und so zog sich das Ganze doch etwas hin. Und da ich als Technikberater angestellt war, gab es auch keine M\u00f6glichkeit zur Flucht. Endlich war es aber so weit, es sollte nach Hause gehen. Also beide die R\u00e4der geholt, welche an unterschiedlichen Orten standen und zum Treffpunkt gekommen. Wer fehlte nat\u00fcrlich wieder? Pl\u00f6tzlich erhielt ich einen Anruf, komm zum MafuMafu. Gut nach Trinken war mir eigentlich nicht, aber was will man machen.<\/p>\n<p>Also ging es zum MafuMafu. Madam hatte beschlossen, dass sie so viel Geld ausgegeben hat, dass eine Runde MafuMafu jetzt auch nicht mehr auff\u00e4llt. Einfach zu verschwinden, ist da auch nicht meine Methode. Also schloss ich mich an. Besonders mein Fahrrad wurde Gespr\u00e4chsthema Nummer eins. Zwei Japaner versuchten verzweifelt, das Teil zu fahren, was jedes Mal gepflegt schief ging. Wenigstens kann ich mir sicher sein, dass kein Japaner mein Rad klauen kann, die kommen alle nicht hoch. Auch ansonsten entwickelte sich ein lustiger Abend. Sanddorn-Holunder-Bonbons &#8211; ein Geschenk der Deutschen vom Narita-Flughafen &#8211; scheint nicht gerade den Geschmack der Japaner zu treffen. Nicht s\u00fc\u00df genug und der Geschmack ist komisch. Thomas und ich finden es daf\u00fcr um so leckerer. Daf\u00fcr opferte eine Japanerin uns Schokolade von ihrem Amerikaurlaub letzte Woche und es entstanden einige interessante Gespr\u00e4che, wie seltsam ich doch bin. O.k., das d\u00fcrfte dem geneigtem Leser jetzt nicht verwunderlich vorkommen, aber eigentlich ging es mehr darum, wie sich ein Historiker an die normalerweise eher von technisch orientierten Austauschstudenten frequentierte Tohoku University verl\u00e4uft. Dieser Fakt wird auch gerne mal von anderen Studenten herausgestellt und ich stelle hier wirklich eine absolute Ausnahme dar. Alle meine Kommilitonen sind normalerweise nur aus den naturwissenschaftlichen Bereichen. Nur eine Iranerin ist noch in der Geisteswissenschaftlichen Fakult\u00e4t und sie sollte eigentlich Modedesign studieren. Da es das hier nicht gibt, ist sie irgendwie in meiner Fakult\u00e4t gelandet. Ansonsten ist es aber echt grausam, Japanern zu verstehen zu geben, warum ich kein Ingenieur oder Rechtsverdreher bin. F\u00fcr Orsolyas Aussage von einem schnellen Bier, blieben wir auf jeden Fall eine ganze Weile. Zwischenzeitlich entstand dann auch ein anderer Plan. Die Bar hat immer Themenkochabende aus verschiedenen L\u00e4ndern. Wenn sich alles finden l\u00e4sst, wird den Japanern demn\u00e4chst mal ostdeutsches Essen serviert. Ich bin mal gespannt, was sie zu J\u00e4gerschnitzel, falschem Hasen und Wei\u00dfkrautsalat so zu sagen haben. Schon allein die Namen d\u00fcrften nach einer \u00dcbersetzung f\u00fcr genug Gespr\u00e4chsstoff sorgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir gehen nur ein wenig Einkaufen und dann geht es auch gleich nach Hause. Ich sollte es mit 24 Jahren wirklich mittlerweile gelernt haben, wenn eine Frau diese Worte verwendet, kann man den Tag eigentlich schon abschreiben. Als Orsolya heute rief, verdr\u00e4ngte ich solche ketzerischen Gedanken aber ganz schnell aus meinem Kopf, ein gro\u00dfer Fehler. &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1564\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1564"}],"collection":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1564"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1564\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1566,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1564\/revisions\/1566"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}