{"id":136,"date":"2010-04-12T21:47:11","date_gmt":"2010-04-12T19:47:11","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=136"},"modified":"2011-02-21T08:06:58","modified_gmt":"2011-02-21T06:06:58","slug":"11042010-the-same-procedure-as-every-year","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=136","title":{"rendered":"The same procedure as every year"},"content":{"rendered":"<p>Ich fliege tausende Kilometer, finde mich in einer neuen Kultur zurecht, denke ich bin weit entfernt von allem Bachelor- und Master-Stress und was ist meine erste Amtshandlung als Student der Tohoku Universit\u00e4t Sendai? Ich lege mich mit dem Pr\u00fcfungsamt an! Na danke sch\u00f6n, immer wieder gerne, aber der Reihe nach.<br \/>\nHeute fr\u00fch stand f\u00fcr einige Leute eine Orientierungsphase an und da mir ein Plan f\u00fcr diese Woche fehlt und ich deshalb nichts Besseres zu tun hatte,  konnte ich auch gleich mitgehen. Theoretisch war ich auch richtig dort, wurde aber aus mir unergr\u00fcndlichen Gr\u00fcnden als falsch des Raumes verwiesen. Das kann ich mir nat\u00fcrlich nicht bieten lassen und so ich zog mit einem Venezulaner, der ebenfalls rausgeworfen wurde, los, um mir Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Wir brachen gen School of Art und Letters auf. Nach einer freudigen Begr\u00fc\u00dfung in meiner Abteilung und der Frage, ob wir Kaffee wollen, sa\u00dfen wir erst mal eine halbe Stunde rum. Dann konnte ich doch noch jemanden \u00fcberzeugen, uns zu helfen. Wir f\u00fcllten meine Studenten-ID-Zettel aus und zogen zum Pr\u00fcfungsamt. Von dem Kaffee bekamen wir zwischenzeitlich leider nichts zu sehen.<\/p>\n<p>Beim Pr\u00fcfungsamt wurde mir erst mal ein dickes Buch mit allen Kursen der Fakult\u00e4t in die Hand gedr\u00fcckt. Ich sollte das Buch durchschauen und Kurse ausw\u00e4hlen. <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2010\/04\/dscf2201.jpg\" alt=\"Buch\" title=\"Buch\" width=\"150\" height=\"155\" class=\"alignright size-full wp-image-146\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2201.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2201-109x113.jpg 109w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dscf2201-145x150.jpg 145w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Halt! Kurse w\u00e4hlen? Da liegt also des Pudels Kern meines Rausschmisses! Die Veranstaltung war f\u00fcr Research Studenten und die halten mich f\u00fcr einen Special Auditing Studenten. Dieser ist verpflichtet, Kurse auf Note zu betreiben und dort auch einen bestimmten Notenschnitt zu erreichen. Das kann nicht sein, dachte ich mir. Ich begann erst einmal zu diskutieren. Ich erkl\u00e4rte, dass ich mich als Research Student angemeldet habe und fragte, warum ich jetzt Special Auditing Student bin. Nach einigem hin und her wurde mir meine Bewerbung vorgelegt und mir &#8222;Special Auditing Student vorgelesen. Bl\u00f6d nur, dass sie sich verbl\u00e4ttert hatten und dort in Wirklichkeit &#8222;Research Student&#8220; stand. Das Chaos war perfekt und einige Japaner diskutierten wild durcheinander, was zu machen sei. Nach meiner Nachfrage durfte ich dann gehen und in zwei Tagen wird mir eine Entscheidung verk\u00fcndet.<\/p>\n<p>O.k., jetzt k\u00f6nnte die berechtigte Frage kommen, warum ich diesen Aufstand betrieben habe. Es ist nicht wirklich ein Aufstand, sondern ein technisches Problem. Mein Professor denkt, dass ich Research Student bin und wei\u00df nicht, dass ich Kurse besuchen soll. Dadurch hat er mich jetzt anders verplant. Grunds\u00e4tzlich stellt es f\u00fcr mich auch kein Problem dar, unter anderem an Kursen teilzunehmen. Ich habe auch die Erlaubnis meines Profs, mich einfach in Kurse hereinzusetzen. Doch will ich lieber selber entscheiden, in welche und in wie viele. Es sieht einfach momentan so aus, dass ich genug mit den Sprachkursen zu tun haben werde und ich mir von den Kursen eh rein gar nichts anrechnen lassen k\u00f6nnte. Dementsprechend verzichte ich lieber darauf, in Kursen zu sitzen, die ich nur zur H\u00e4lfte verstehe und f\u00fcr die ich zum Abschluss auch noch Noten bekomme. W\u00e4ren die Kurse, wie in anderen F\u00e4chern, wenigstens auf Englisch, w\u00e4re das alles kein Problem. Aber so bringt das momentan nichts. Na ja, warten wir das Ergebnis der Verwaltung ab. Aber sch\u00f6n zu wissen, dass derartige Organisationsprobleme nicht an G\u00f6ttingen liegen, sondern mich einfach nur verfolgen: Das sollte mir zu denken geben!<\/p>\n<p>Nachdem das gekl\u00e4rt war, ging es auf dem Campus zum Essen. Das war sehr g\u00fcnstig. Danach musste ich noch auf die anderen warten. Beim Vorbeilaufen quatschte mich dort noch eine japanische Biologin an und fragte, ob ich ihr Tandempartner werden m\u00f6chte. Sie w\u00fcrde sich gern mit mir treffen, um sich mit mir zu unterhalten und dabei ihr Englisch zu verbessern. Warum sie gerade mich auserkoren hat, muss ich noch herausfinden. Pl\u00f6tzlich wurden wir Wartenden in einen kleinen Raum gezogen. Group Mori, eine Gruppe \u00e4lterer Japanerinnen, die sich zu Hause langweilt und es sich deshalb zur Aufgabe gemacht hat, den Ausl\u00e4ndern ein wenig japanische Kultur n\u00e4her zu bringen, hatte Essen vorbereitet. Sehr s\u00fc\u00df fand ich ein Fahndungsfoto mit den Gesichtern aller Austauschstunden dieses Jahres, mit denen sie gelernt hatten, uns zu erkennen. Es war ein Festmahl. Zwei Stunden lang wurden wir mit Salat, Schrimps, Tofu, Onigiri und anderen K\u00f6stlichkeiten gem\u00e4stet &#8211; und das kostenlos. <\/p>\n<p>Nach der Aktion ging es dann noch einmal in die Stadt, um Handys zu besorgen. Aber da den Damen mal wieder die richtigen Zettel fehlten, wurde das vor Ort dann doch wieder vertagt. Aber alle guten Dinge sind ja drei! Alle etwaigen Anzurufenden haben eh noch kein Handy. Anschlie\u00dfend wurde bei mir noch in gro\u00dfer Runde gekocht und der Tag klang gem\u00fctlich aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich fliege tausende Kilometer, finde mich in einer neuen Kultur zurecht, denke ich bin weit entfernt von allem Bachelor- und Master-Stress und was ist meine erste Amtshandlung als Student der Tohoku Universit\u00e4t Sendai? Ich lege mich mit dem Pr\u00fcfungsamt an! Na danke sch\u00f6n, immer wieder gerne, aber der Reihe nach. 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