{"id":1248,"date":"2010-08-05T18:02:07","date_gmt":"2010-08-05T16:02:07","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=1248"},"modified":"2010-08-06T21:39:55","modified_gmt":"2010-08-06T19:39:55","slug":"sendai-hanami","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1248","title":{"rendered":"Sendai Hanami"},"content":{"rendered":"<p>Wer hat sich nur diese Schuhe ausgedacht? Da hatten die Japaner doch bestimmt Ausl\u00e4nder im Blick, die sich wie Japaner kleiden wollen&#8230;  Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich heute die japanische Version der Flipflops getragen habe. Zu wenig Spielraum, Sohle aus Holz und dazu noch zu dicke Sohle &#8211; wer die bequem findet, muss schon ziemlich hart im Nehmen sein oder halt Japaner. Abhalten, sie zu tragen, konnte mich trotzdem keiner. Schlie\u00dflich ist gerade Tanabata-Festival und heute stand ein langes Feuerwerk an. Also die perfekte M\u00f6glichkeit, meine neue Yukata einzuweihen. Zu meinem Gl\u00fcck hatte sogar eine Japanerin ein Einsehen und hatte zum Feuerwerksspeisen eingeladen. Kostenloses Essen und Feuerwerk, was will man mehr? Die edle Spenderin war Mrs Omori, besser bekannt unter dem Titel: Yuris Wachhund. Sehr zu meiner Freude, hatten erst viele Ausl\u00e4nder ihr Kommen angek\u00fcndigt, nur um doch noch abzuspringen. Ber\u00fchmtestes Beispiel d\u00fcrfte wohl Orsolya sein. Egal, notfalls gehe ich auch alleine in die H\u00f6hle des L\u00f6wen.<br \/>\nGesagt, getan, schnell noch Schokolade eingepackt und auf in den Kampf. So eine Schmach, wie die eine Stunde Versp\u00e4tung letztes Mal darf nie wieder geschehen. Was aber m\u00fcssen meine armen Augen erblicken? Ich bin der Erste &#8211; mit Abstand. Eine wahre Flut Japanisch ergie\u00dft sich \u00fcber mich. Das kann ein Abend werden!<\/p>\n<p>Zu allem \u00dcberfluss  habe ich auch noch die Anleitung zum Binden des Obis, dem Yukatag\u00fcrtel, vergessen. Frau Omori muss aushelfen. Nur Obi-binden ist wie Krawatte-binden, niemand kann es und die G\u00fcrtel bleiben gebunden. Also wurde in der Tiefe des Schrankes erst mal die Anleitung in einem Buch gesucht. Aber selbst mit Anleitung brauchten wir noch zehn Minuten, um es hin zu bekommen. Wenigstens haben wir die Zeit \u00fcberbr\u00fcckt, auch wenn immer noch genug Zeit war, mich in meiner Funktion als Deutscher zum Bier zu zwingen. Gott, wieso immer Bier &#8211; h\u00e4tten die Deutschen nicht f\u00fcr Apfelsaft ber\u00fchmt sein k\u00f6nnen? Wenn japanisches Bier wenigstens schmecken w\u00fcrde &#8211; aber nein.<\/p>\n<p>Die Party an sich war nett. Gutes, selbst gemachtes Essen, lie\u00df den Gaumen hochleben und ein paar Bekannt fanden auch noch den Weg. Ein beeindruckendes Schauspiel war das Feuerwerk. \u00dcber eine Stunde wurde alles in die Luft gefeuert, was Sendai an Schwarzpulver hat. Damit h\u00e4tte man locker einen Krieg anfangen k\u00f6nnen! Dabei waren Smileys und Herzen die Lieblingsfiguren, aber es wurde alles m\u00f6gliche am Himmel gezeigt. Die letzten Figuren wollten wir dann nicht mehr vom Balkon sondern aus der N\u00e4he sehen. Dementsprechend ging oder qu\u00e4lte sich eine kleine Gruppe zum Hauptveranstaltungsort. Da passierte es. Eine Musikerin aus Chiba und ich verloren die anderen aus den Augen und wir mussten auf Japanisch unser weiteres Vorgehen kl\u00e4ren. Das war ein schweres Unterfangen und als wir endlich zur\u00fcck waren, erwartete man uns schon sehns\u00fcchtig.<\/p>\n<p>Der Abend war auf jeden Fall sehr lustig, auch wenn ich auf die russischen G\u00e4ste gut h\u00e4tte verzichten k\u00f6nnen. Diese waren zwar noch jung, zeichneten sich aber durch sehr r\u00fcpelhaftes Verhalten aus, das nicht so ins Bild der Feier passte. Man merkte, sie h\u00e4tten lieber irgendwo getrunken und wurden zur Feier gezwungen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/5772531.de.strato-hosting.eu\/cgi-data\/weblog_basic\/uploads\/2010\/08\/100805_2144261-kleiner-168x225.jpg\" alt=\"Hanami\" title=\"Hanami\" width=\"168\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1257\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100805_2144261-kleiner-168x225.jpg 168w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100805_2144261-kleiner-84x113.jpg 84w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100805_2144261-kleiner-112x150.jpg 112w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100805_2144261-kleiner.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><\/p>\n<p>Ach ja &#8211; noch eine Anmerkung: Heute ist ein vor ewigen Zeiten (na gut, vor 8 Wochen) verschicktes P\u00e4ckchen angekommen. Einen gro\u00dfen Dank an die Versenderin und einen Fluch auf die Post, die trotz gegenteiliger Aussage den Landversand nutzte!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer hat sich nur diese Schuhe ausgedacht? Da hatten die Japaner doch bestimmt Ausl\u00e4nder im Blick, die sich wie Japaner kleiden wollen&#8230; Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich heute die japanische Version der Flipflops getragen habe. 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