{"id":1207,"date":"2010-07-29T21:09:36","date_gmt":"2010-07-29T19:09:36","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=1207"},"modified":"2010-07-30T22:45:04","modified_gmt":"2010-07-30T20:45:04","slug":"komische-fragen-und-versaute-schulerinnen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1207","title":{"rendered":"Komische Fragen und versaute Sch\u00fclerinnen"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem anstrengendem gestrigen Tag, war eines komplett klar f\u00fcr mich: Deine Kollegen kannst du heute nicht alleine den Horden von Sch\u00fclern \u00fcberlassen. Also die (Taschen-)messer gewetzt und mit spitzer Zunge auf in die Schlacht. Ich kam auch gerade rechtzeitig. Die Kolleginnen fluchten schon wieder auf die uns\u00e4gliche Hitze im Geb\u00e4ude und w\u00fcnschten sich etwas Erfrischung. Gesagt, getan und schon zauberte ich f\u00fcr die drei Kollegen Eis hervor, ein Geschenk Dais f\u00fcr meinen Geburtstag, das er mir gestern gab.<\/p>\n<p>Mein Erscheinen war auch keine Sekunde zu fr\u00fch. Just in diesem Moment kam die gro\u00dfe Welle an Sch\u00fclern auf uns zu. Schnell die Zettel geschnappt und die Sch\u00fcler geordnet, platziert und informiert. Es herrschte das helle Chaos. Nur mit M\u00fche und Not schafften wir es, die Ordnung halbwegs aufrecht zu erhalten. Bis zu 30 Mann im B\u00fcro stellen Zust\u00e4nde dar, die man normalerweise nur per Stapeln in den Griff bekommen kann. <\/p>\n<p>Kaum hatte sich die Lage beruhigt, musste ich auch schon wieder los. Lukas hatte mich schlie\u00dflich mit kostenlosem Essen zu einer Veranstaltung gelockt. Dort angekommen, wurden die 6 vorhandenen Englischsprecher aufgeteilt auf drei Sitzkreise. Gerade ich hatte dabei auch noch das Gl\u00fcck, den schlimmsten Partner zu erhalten. Mein Partner war Japaner, der ein wenig Englisch konnte und dementsprechend die ganze Zeit mit den Sch\u00fclerinnen auf Japanisch sprach. Ich hatte also nichts zu tun und die Sandwiches, das freie Essen, waren auch noch von Fleisch besetzt. Ich wollte schon entnervt verschwinden, als doch noch drei Japanerinnen kamen, die sich an das Motto halten wollten und versuchten, ihr Englisch zu nutzen. Es entwickelten sich sehr interessante Gespr\u00e4che, die viel zu fr\u00fch zu Ende waren. Immerhin gab es bei denen  nicht so viele d\u00e4mlichen Fragen, wie ich sie sonst heute zu h\u00f6ren bekommen habe. Was die Leute f\u00fcr eine Antwort auf: &#8222;Wie sind Deutsche im Bett?&#8220; erwarten, erschloss sich mir nicht so ganz, dementsprechend lautete meine Antwort auch: &#8222;Testet es!&#8220;. Auch ansonsten wurden die Fragen nicht besser. Das Niveau schwankte zwischen: &#8222;Hast du eine Freundin?&#8220; und &#8222;Wie wird man so gro\u00df wie du?&#8220;. Anschlie\u00dfend an die Gespr\u00e4chsrunde wurden wir Ausl\u00e4nder auch noch in einen gesonderten Raum gebracht, um \u00fcber Sendai zu diskutieren. Ein gro\u00dfer Fehler. Wie man mich kennt, war ich vorne dabei und habe fast die komplette Diskussion \u00fcbernommen. Anschlie\u00dfend gab es noch Fotos und im n\u00e4chsten Sendaiguide der Uni werden wir abgebildet. Steffen aus G\u00f6ttingen hatte per Skype auch noch einen Auftritt, den musste ich allerdings f\u00fcr mein B\u00fcro sausen lassen. <\/p>\n<p>Die Kolleginnen waren schon komplett ersch\u00f6pft und so machte ich die n\u00e4chsten zwei Stunden die Arbeit. Ich schaffte es, alle vorbeikommenden Besucher in unser B\u00fcro zu locken. Sogar mein Fanclub kam. Das war eine Gruppe von Sch\u00fclerinnen vom Mittagessen, die extra r\u00fcberkamen um zu sehen, wo ich studiere. Auch ansonsten war ich Mode. Ich wurde andauernd in den Beispielen erw\u00e4hnt und einige sahen f\u00f6rmlich geschockt aus, als sie mich sahen. Daf\u00fcr wurde ich von allen extra verabschiedet. <\/p>\n<p>Nachdem alle gegangen waren und endlich Ruhe eingekehrt war, entschied mein oberster Professor noch spontan, ein Festessen zu Ehren einer jungen Dame zu machen, die ab dem 1. eine Arbeitsstelle gefunden hat. Ich wurde gar nicht gefragt und musste mitkommen. Es gab Chinesisch und wir blieben fast viereinhalb Stunden. Neben netten Gespr\u00e4chen, denen ich eh kaum folgen konnte, gab es Essen in die Mitte des Tisches, was dann aufgeteilt wurde. Bezahlen durfte ich nach dem leckeren Essen dann auch nicht, sondern meine Betreuer bestanden darauf, mich einzuladen. Es war auf jeden Fall ein sehr entspanntes Essen und die Themen, \u00fcber die gesprochen wurde, werden normalerweise auch nicht gerade mit Professoren besprochen. <\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging es nach Hause, wo ich noch kurz mit den anderen das Ende des Semesters gefeiert habe. Ich kam aber zu sp\u00e4t und der Gro\u00dfteil war schon betrunken. Trotzdem ging mit der Feier ein ziemlich interessanter Tag zu Ende und ich bleibe dabei, die Japanerinnen sind ziemlich versaut. Wieso wir es bei 250 Besuchern heute geschafft haben, maximal zehn Jungen ins B\u00fcro zu bringen, erschlie\u00dft sich mir auf jeden Fall nicht ganz. Aber vermutlich w\u00e4re es anders herum auch ein gro\u00dfer Zufall gewesen. Dabei sollten eigentlich besonders M\u00e4nner kommen, um an dem gro\u00dfen Frauenanteil im B\u00fcro zu partizipieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem anstrengendem gestrigen Tag, war eines komplett klar f\u00fcr mich: Deine Kollegen kannst du heute nicht alleine den Horden von Sch\u00fclern \u00fcberlassen. Also die (Taschen-)messer gewetzt und mit spitzer Zunge auf in die Schlacht. Ich kam auch gerade rechtzeitig. 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