{"id":1109,"date":"2010-07-16T23:39:38","date_gmt":"2010-07-16T21:39:38","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=1109"},"modified":"2010-07-16T23:39:38","modified_gmt":"2010-07-16T21:39:38","slug":"supermarkte-und-die-essgewohnheiten-japanischer-studenten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1109","title":{"rendered":"Superm\u00e4rkte und die Essgewohnheiten japanischer Studenten"},"content":{"rendered":"<p>Einen Nachteil hat es schon, in Japan zu leben: Man muss seine Einkaufsgewohnheiten leicht anpassen. Dass man nicht alle Lebensmittel bekommt, wie in Deutschland, ist dabei schon klar, aber auch ansonsten muss man praktischer einkaufen. Das f\u00e4ngt schon alleine bei den Getr\u00e4nken an. Ein Sixpack Wasser oder gar einen Kasten, findet man nicht. Man ist gezwungen, die Flaschen einzeln zu kaufen. Auch ansonsten lernt man die Vorteile deutscher Verpackungen hier erst so wirklich sch\u00e4tzen. Was seit kurzem erst in Deutschland m\u00f6glich ist, ist hierzulande gang und g\u00e4be. Die Packungen sind zwar gleich gro\u00df, aber das Gewicht ist stark unterschiedlich. Schlecht nur, wenn das Gewicht nur als allgemeine Angabe pro St\u00fcck und irgendwo unter Inhaltsstoffen angegeben wird. In Deutschland reicht ein Blick, um zu erkennen, was sich mehr lohnt. Hier sucht man teilweise 5 Minuten daf\u00fcr. Gleichzeitig sind die Dinge auch noch x-Mal eingepackt. Tomatenketchup in Plasteflaschen und nochmals mit einem Beutel verpackt oder alle Kekse in einer T\u00fcte noch mal extra eingepackt? In Japan ist das alles kein Problem. Meinen absoluten Favoriten stellten einmal Kekse dar, die in drei Lagen eingepackt waren. Umweltschutz? Wer braucht denn so was? Aber genau diese Verpackungen erschweren das Einkaufen noch zus\u00e4tzlich. Die Verpackung sieht riesig aus und man denkt, man kauft genug ein. Aber bis auf Luft und Plastik, hat man im Endeffekt doch nichts dabei. Gleichzeitig nehmen derartige Verpackungen auch noch viel Platz weg. Aufgrund des Transportproblems tendiere ich mittlerweile dazu, t\u00e4glich meine Getr\u00e4nke frisch aus dem Supermarkt zu holen und auch die anderen Dinge spontan zu besorgen. Es sieht halt immer etwas seltsam aus, wenn der Korb des Rades, meine Tasche und noch die Beutel am Lenker vollkommen \u00fcberladen sind. Aufgrund der Verpackungsdimensionen, selbst f\u00fcr kleine Dinge, l\u00e4sst sich das Ganze aber nur durch h\u00e4ufige Shoppingg\u00e4nge vermeiden. <\/p>\n<p>Was mir heute aber dabei extrem aufgefallen ist, war die absolut riesige Fertiggerichtabteilung. In diesem Fall gibt es aber nicht wie in Deutschland die uns\u00e4glichen Mikrowellengerichte, sondern die echten Fertiggerichte. Tempura, Sushi, Okonomiyaki, alles was es im Restaurant gibt, gibt es auch in jedem Supermarkt und in fast jedem Kombini um die Ecke. Dabei wird das Zeug frisch im Laden zubereitet und abends sogar noch um drei\u00dfig Prozent verg\u00fcnstigt. Mit den drei\u00dfig Prozent lohnt sich das Essen dann wirklich. Schon ohne Verg\u00fcnstigung kostet es meistens nur 100 bis 200 Yen mehr, als die Grundzutaten. Es hat einen Grund, warum ich meine Mitbewohner nie sehe. Ich bin der einzige Bewohner meiner Flurs, der regelm\u00e4\u00dfig die K\u00fcche nutzt. Der Rest geht zum Gro\u00dfteil in die Superm\u00e4rkte, eine Bentobox kaufen oder in seltenen F\u00e4llen mal in die Mensa. Dementsprechend gro\u00df ist auch immer unser Plastikm\u00fcllhaufen. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie umst\u00e4ndlich das Essen vor dem Verkauf eingepackt wird &#8211; nur, damit nichts verrutscht und dem \u00e4sthetischen Bild schadet. Schade ist es aber trotzdem. Durch die Boxen verschwinden alle gleich in ihrem Zimmer und man hat kaum mal die M\u00f6glichkeit, einen von ihnen zu sprechen. Heute habe ich das erste Mal seit drei Wochen den einen meiner Mitbewohner gesehen. Die einzige Person, die ich regelm\u00e4\u00dfiger treffe, ist Nobu und das auch nur, weil er seine Lunchboxen in der K\u00fcche zu sich nimmt.<\/p>\n<p>Ansonsten gab es heute einen Lichtblick. Eine Deutsche hat vorgeschlagen, dass wir am 12. den Fuji besteigen. Die Frage ist nur, ob meine Schuhe daf\u00fcr geeignet sind, ich hoffe aber das Beste. Es gibt das alte Sprichwort, wer den Fuji einmal besteigt ist weise, wer es mehrmals macht, ein Idiot. Ich bin gespannt, was mich so erwartetet, bin aber sehr erfreut, eine Begleitung gefunden zu haben. Ansonsten hei\u00dft es am 28., bei einer Veranstaltung namens Open Campus teilzunehmen. Ich wurde mit der gestern schon erw\u00e4hnten Geheimwaffe &#8222;kostenloses Essen&#8220; gek\u00f6dert. Im Endeffekt ist es aber nicht so schlecht. Meine einzige Aufgabe besteht aus etwas essen und mich mit einigen Highschoolkindern auf Englisch zu unterhalten. Das sollte eigentlich gut machbar sein. Schade nur, dass die n\u00e4chste Zeit dann auch langweilig wird. Die meisten Mitglieder meines B\u00fcros, werden  in K\u00fcrze in ihre Heimatst\u00e4dte zur\u00fcckfahren und dort bis zum Ende der Sommerferien (Anfang Oktober) bleiben. Egal, was will man machen. Dann unternehme ich halt mehr mit den Ausl\u00e4ndern und den zur\u00fcckgebliebenen Japanern. Es wird sich schon alles ergeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen Nachteil hat es schon, in Japan zu leben: Man muss seine Einkaufsgewohnheiten leicht anpassen. Dass man nicht alle Lebensmittel bekommt, wie in Deutschland, ist dabei schon klar, aber auch ansonsten muss man praktischer einkaufen. Das f\u00e4ngt schon alleine bei den Getr\u00e4nken an. Ein Sixpack Wasser oder gar einen Kasten, findet man nicht. 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