{"id":1063,"date":"2010-07-10T20:17:55","date_gmt":"2010-07-10T18:17:55","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=1063"},"modified":"2010-07-10T20:17:55","modified_gmt":"2010-07-10T18:17:55","slug":"die-reisen-des-jungen-reik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1063","title":{"rendered":"Die Reisen des jungen Reik"},"content":{"rendered":"<p>Es ist hei\u00df, die Luft ist trocken und ich stehe vor zwei M\u00f6glichkeiten, den Tag zu verbringen: Mir von Orsolya mal wieder den Walzer eintrichtern zu lassen oder mich mit der Saarl\u00e4nderin an einem Stand zu treffen und das Wasser unsicher zu machen. Schwere Frage, was ich da mache. Nein, eigentlich nicht und prompt die Badehosen eingepackt. So habe ich wenigstens einen Grund, mal wieder eine Radtour zu machen. Schon allein, da ich geiziger bin als ein Schotte. Wieso sollte ich viel Geld ausgeben f\u00fcr einen Zug, der drei\u00dfig Minuten f\u00e4hrt, wenn ich doch mit dem Rad auch schnell hinkomme. H\u00e4tte ich mich vorher mal belesen. Als ich heute mal schnell Google Maps \u00fcberpr\u00fcfte, traf mich fast der Schlag. Der Flughafen ist doch knapp drei\u00dfig Kilometer von meiner Wohnung. Aber egal, R\u00fcckzug gibt es nicht und aufs Rad geschwungen. Bevor ich mich aber wirklich auf den Weg machen konnte, galt es erst mal noch, eine Kopfbedeckung zu organisieren. Wer mich kennt wei\u00df, eh ich bereitwillig eine aufsetze, muss es schon sehr schlimm sein und heute lie\u00df die Sonne nichts anderes zu. Also schnell in einen Laden rein, eine japanische Frau geschnappt, die Alternativen vorgestellt und die, die sie am besten fand, gekauft. Endlich konnte es losgehen.<\/p>\n<p>Die erste Etappe ging auch noch ziemlich leicht von der Hand, bis zu dem Zeitpunkt, wo meine Karte nicht mehr ausreichte. Ab jetzt galt es, den Weg zu erfragen. Schon die ersten Opfer machten mir sehr viel Mut. Es handelte sich um ein \u00e4lteres Ehepaar. Sie erkl\u00e4rten mir den Weg, aber zeigten sich sehr verst\u00f6rt \u00fcber meinen Plan. Mir wurden noch beste Hinweise auf den Weg mitgegeben und die alte Dame wollte mir am liebsten noch eine ihrer gerade gekauften Wasserflaschen mit auf den Weg geben. Das konnte ich gerade so mit dem Versprechen, viel zu trinken, abwehren. Auf dem Weg sollte sich noch einige Male wiederholen, dass Leute erstaunt \u00fcber mein Ziel waren. Insbesondere hilfreich waren dabei die Hinweise auf den nahe gelegenen Bahnhof und ich solle doch mein Rad da lassen und mit dem Zug fahren. Trotzdem schaffte ich es irgendwie zum Flughafen, um meine Begleitung abzuholen. <\/p>\n<p>Zusammen konnte es dann endlich losgehen. Den Strand hatten wir nur ausgew\u00e4hlt, weil sie gerade eh in der N\u00e4he war und einer ihrer Freunde meinte, der Sand ist etwas dreckig, aber da schwimmen \u00f6fter Leute. Die offiziellen Badestr\u00e4nde kamen eh nicht in die engere Auswahl, weil die noch f\u00fcr zwei Wochen geschlossen sind. Als wir den Strand endlich fanden, traf uns fast der Schlag. Die Angler an diesem Strand hatten den Sand wirklich zu einer M\u00fcllhalde verkommen lassen. Nichts wurde mit nach Hause genommen, sondern einfach alles liegen gelassen. Wenigstens das Wasser war aber sauber und in der N\u00e4he spielten einige Kinder im Wasser. Also wir hinterher. Die Wellen verhinderten zwar das Schwimmen, erfrischend war es aber auf alle F\u00e4lle und ohne Brille kann man den Sand auch schnell vergessen. So verbrachten wir knapp eine Stunde im Wasser, bis es wieder auf den Heimweg ging &#8211; meine Begleitung per Zug und ich auf meinem Fahrrad in die Nacht hinein. Als es so dunkler wurde, sah man \u00f6fter \u00fcberraschte Passanten, als ich ihren Weg kreuzte oder selber nach dem Weg fragte. Auf den D\u00f6rfern scheinen Ausl\u00e4nder wirklich selten zu sein. Ziemlich ersch\u00f6pft schaffte ich es dann doch irgendwie nach Hause. Gut, an der Ersch\u00f6pfung bin ich selbst schuld. Aber ich muss sagen, ohne Rad h\u00e4tte es nur halb so viel Spa\u00df gemacht. Vor allem das Aussehen des Strandes h\u00e4tte mich mehr ge\u00e4rgert, so konnte ich aber noch einiges von Japan sehen, mit interessanten Leuten mein Japanisch \u00fcben und gleichzeitig noch trainieren. Was will man mehr? Das kalte Nass war aber auf jeden Fall die richtige Entscheidung f\u00fcr diesen Tag und das Rad hat sich mittlerweile auch schon locker refinanziert. Wobei ich bei dem Rad vor allem meinen Eltern dankbar bin. Ohne die neue Sattelstange, w\u00e4re das alles nicht m\u00f6glich gewesen. So werde ich wohl aber noch ein weiteres dreiviertel Jahr die Passanten auf Japans Stra\u00dfen erschrecken, auf Wegen, die (vermutlich) noch nie ein Ausl\u00e4nder gefahren ist.<br \/>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1063 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5056.jpg'><img width=\"84\" height=\"113\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5056-84x113.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5056-84x113.jpg 84w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5056-112x150.jpg 112w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5056-168x225.jpg 168w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5056.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 84px) 100vw, 84px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5092.jpg'><img width=\"150\" height=\"112\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5092-150x112.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5092-150x112.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5092-200x150.jpg 200w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5092-300x225.jpg 300w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5092.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5087.jpg'><img width=\"150\" height=\"112\" src=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5087-150x112.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5087-150x112.jpg 150w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5087-200x150.jpg 200w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5087-300x225.jpg 300w, http:\/\/2010.rj-webspace.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/dscf5087.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist hei\u00df, die Luft ist trocken und ich stehe vor zwei M\u00f6glichkeiten, den Tag zu verbringen: Mir von Orsolya mal wieder den Walzer eintrichtern zu lassen oder mich mit der Saarl\u00e4nderin an einem Stand zu treffen und das Wasser unsicher zu machen. 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