{"id":1013,"date":"2010-07-06T22:19:23","date_gmt":"2010-07-06T20:19:23","guid":{"rendered":"http:\/\/rj-webspace.de\/cgi-bin\/weblog_basic\/index.php?p=1013"},"modified":"2010-07-06T22:19:23","modified_gmt":"2010-07-06T20:19:23","slug":"schreiberduo-sr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/2010.rj-webspace.de\/?p=1013","title":{"rendered":"Schreiberduo S+R"},"content":{"rendered":"<p>Eines muss man meinen Mitstudenten lassen, sie sind kreativ. Egal ob Mangazeichenwettbewerbe, Papierbasteleien oder Musiksession, alles kommt in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden bei uns im B\u00fcro vor. Wann immer es zu einer derartigen seltsamen Besch\u00e4ftigung kommt,  kann es nat\u00fcrlich nur einen geben, der immer dabei ist. Wer sollte das nat\u00fcrlich auch anderes sein, als der Standardverd\u00e4chtige Shimizu. <\/p>\n<p>Heute drehte sich der Tag mal wieder um seinen Deutschkurs, wof\u00fcr ich schon einmal ein Gedicht schreiben durfte. Die Hauptaufgabe des Kurses stellt das w\u00f6chentliche Erstellen eines Tagebucheintrages dar. Dies k\u00f6nnte man absolut langweilig machen und einfach einen Tagebucheintrag schreiben. Nicht so aber mit Shimizu. Seitdem er herausgefunden hat, dass ich ihm schon irgendwie aus der Patsche helfe und der verantwortliche Professor auf extravagante Tagebucheintr\u00e4ge steht, scheint seine Fantasie keine Grenzen mehr zu kennen. Heutiges Thema seines Tagebucheintrages war aus diesem Grund das Werk &#8222;Tod in Venedig&#8220; von Thomas Mann. Um genau zu sein, wollte er sogar eine Parodie darauf schaffen. Leider war es, wie es immer ist: Die Worte fehlten und das Werk war zu schwierig zu verstehen. Was also tun? Passenderweise kam ich gerade um die Ecke.  Mir fiel nun, mit seiner Unterst\u00fctzung, die Aufgabe zu, aus mehreren Abs\u00e4tzen des Werkes eine Parodie herzustellen, die seinen Tagesablauf darstellt. Es w\u00e4re nat\u00fcrlich gelacht, wenn ich das nicht hin bekommen h\u00e4tte. Da ich mich aber an seine Entw\u00fcrfe halten musste und auch wollte, wurde es doch schwerer als erwartet. Um den Stil zu halten, galt es bestimmte W\u00f6rter zu verwenden, die er noch nicht kannte. Dementsprechend brachte ich ihm gleich ein wenig Neues bei. Nat\u00fcrlich passten viele der von ihm vorher verwendeten Worte hinten und vorne nicht und einige Abschnitte mussten komplett neu erfunden werden. Alles in allem eine Besch\u00e4ftigung, die uns mal locker zwei Stunden kostete. Trotzdem schafften wir es, das zweite Doppelwerk des Schreiberteams Shimizu\/Reik auf Papier zu bringen. Ob es gut ist, liegt dann aber zum Gl\u00fcck nicht mehr in meinem Aufgabenbereich. Die Frage ist nur, wie ich den anderen glaubhaft versichern soll, dass ich Japanisch lerne, wenn sie mich immer nur mit Shimizu deutsche Texte schreiben sehen? Im B\u00fcro am\u00fcsiert man sich schon \u00fcber unser Gespann. Besonders mein zweiter Advisor legt viel Wert darauf, den anderen immer wieder zu erkl\u00e4ren, dass ich eigentlich Japanisch lernen will und nicht Deutschhausaufgaben erledigen soll. Aber was solls. Ich kann es eh nicht \u00e4ndern und Spa\u00df machen tut es ja auch irgendwie. Ich will aber nicht wissen, was noch so auf mich zu kommt, wenn Shimizu noch ein Jahr lang Zeit hat, sich neue Herangehensweisen auszudenken. So langsam sollte ich wirklich noch mal in die Deutschlehrb\u00fccher hereinschauen, um die Grundlagen f\u00fcr Poesie und andere Dinge zu wiederholen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines muss man meinen Mitstudenten lassen, sie sind kreativ. Egal ob Mangazeichenwettbewerbe, Papierbasteleien oder Musiksession, alles kommt in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden bei uns im B\u00fcro vor. Wann immer es zu einer derartigen seltsamen Besch\u00e4ftigung kommt, kann es nat\u00fcrlich nur einen geben, der immer dabei ist. 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